Gesellschaft

Erster Benn-Nachbarschaftstreff in Mariendorf

Das Programm Benn (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) ist aus der großen Fluchtbewegung in vielen Ländern heraus entstanden. Denn viele der Geflohenen zieht es nach Berlin.

Das Programm Benn (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) ist aus der großen Fluchtbewegung in vielen Ländern heraus entstanden. Denn viele der Geflohenen zieht es nach Berlin.

Foto: Swen Pförtner / dpa

Programm „Benn“ bringt geflüchtete Menschen mit ihrer neuen Nachbarschaft zusammen. Anwohnende können von Erfahrungen berichten.

Berlin.  Das Programm „Berlin entwickelt neue Nachbarschaften“, kurz BENN, gibt es seit 2017 im Umfeld großer Geflüchtetenunterkünfte. Am 19. Oktober bietet der Bezirk Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit der für die Finanzierung zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erstmals für das Gebiet in Tempelhof und Mariendorf die Möglichkeit, sich auszutauschen und Erfahrungen zu kommunizieren. Das Treffen beginnt 18 Uhr.

Im Benn-Büro, in der Eisenacher Straße 22 in 12019 Mariendorf, wird zunächst das Projekt als solches vorgestellt. Auch die Ergebnisse aus den ersten Dialoggesprächen mit Anwohnenden und Einrichtungen zu Wünschen, Bedarfen und Herausforderungen im und für das Benn-Gebiet werden ausgewertet.

Benn-Programm: Bürger können Ideen einbringen

„Im anschließenden gemeinsamen Austausch bietet sich die Möglichkeit, weitere Ideen einzubringen und konkrete Projekte für das Benn-Gebiet anzuregen“, erklärt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Im Bezirk gibt es mehrere Unterkünfte für Menschen mit Fluchthintergrund. Im Gebiet Tempelhof-Mariendorf leben in der Großbeerenstraße und in der Colditzstraße geflüchtete Menschen.

Das Benn-Programm wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen finanziert und in enger Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken umgesetzt. In der ersten Umsetzungsphase ab 2021 lief es in 20 Berliner Regionen. Seit 2022 wird das Projekt in 16 Gebieten fortgesetzt. In den Benn-Büros finden Bürger Ansprechpartner. Die Teams fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe.