Wohnen

Immobilienentwickler Hines baut mehr Wohnungen am Südkreuz

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664 Wohnungen hat Immobilienentwickler Hines an der Schöneberger Linse bereits gebaut. Das Ensemble befindet sich an der Goten- und Ella-Barowsky-Straße.

664 Wohnungen hat Immobilienentwickler Hines an der Schöneberger Linse bereits gebaut. Das Ensemble befindet sich an der Goten- und Ella-Barowsky-Straße.

Foto: Hines Immobilien

Hines erwarb weitere Grundstücke an der Schöneberger Linse und will dort Wohnungen und Büros bauen – es ist bereits das zweite Projekt.

Berlin.  An der Schöneberger Linse am Bahnhof Südkreuz steht das nächste große Bauprojekt in den Startlöchern. Immobilienentwickler Hines plant, in direkter Nachbarschaft zu seinem Vorgängerprojekt weitere Büros und Wohnungen zu bauen. Dafür erwarb Hines in einem Joint Venture mit fünf deutschen Versorgungswerken zwei nebeneinanderliegende Grundstücke an der Goten- und Ella-Barowsky-Straße. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Jahr 2026 sollen die Häuser mit 60.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche bereits stehen, teilt Hines mit. Zudem sollên die beiden Gebäude höchste Energie- und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. So möchte der weltweit tätige Immobilienentwickler den CO2-Verbrauch durch neueste Technologien reduzieren. Gebaut wird in Holz-Hybrid-Weise, wobei recycelter Beton verwendet wird.

Laut Christoph Reschke, Co-Geschäftsführer von Hines, werde man von den Erfahrungen vom ersten Bauvorhaben am Südkreuz nun deutlich profitieren können. „Während unseres bereits realisierten Projekts Stadtquartier Südkreuz haben wir eine hohe Nachfrage beobachtet und glauben, dass wir nun eine weitere erfolgreiche Entwicklung realisieren werden“, so Reschke.

Hines baute an der Schöneberger Linse bereits 664 Wohnungen

Unmittelbar daneben, ebenfalls an der Goten- und Ella-Barowsky-Straße gelegen, stellte Hines im vergangenen Jahr 664 Wohnungen fertig und verkaufte später an das Unternehmen CBRE Global Investors. Obwohl im höheren Preissegment waren die Apartments nach kurzer Zeit vollständig vermietet.

Auch bei seinem neuen Projekt an der Schöneberger Linse spricht Hines von „hochwertigen Büro- und Wohneinheiten“. Mietpreise werden zwar noch nicht genannt, es ist aber davon auszugehen, dass sich auch das neue Wohnbauprojekt vor allem an Gutverdiener richtet.

Die Schöneberger Linse zwischen Sachsendamm, den S-Bahn-Gleisen sowie den Bahnhöfen Schöneberg und Südkreuz wächst seit einigen Jahren in rasanter Geschwindigkeit. Direkt an Sachsendamm und Hedwig-Dohm-Straße gelegen errichtete der Immobilienentwickler die neue Deutschlandzentrale von Energieversorger Vattenfall. Im August konnte der Projektentwickler offiziell die Schlüssel an Vattenfall übergeben.

Schöneberger Linse: Gewobag baut derzeit 211 Wohnungen

Neben großen Bürogebäuden der LIP Ludger Inholte Projektentwicklung GmbH mit Büros und Gewerbeflächen entstehen in dem Stadtquartier auch viele neue Wohnungen. Erst Anfang April hatte das landeseigene Wohnungsbauunternehmen Gewobag zum Richtfest für 211 Wohnungen eingeladen. 50 Prozent der Wohnungen am Sachsendamm werden gefördert und können deshalb zu einem günstigen Mietpreis zwischen 6,50 und 8,20 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

Ein wichtiges soziales Projekt wird derzeit durch die Schwulenberatung Berlin realisiert. Der Verein baut an der Ella-Barowsky-Straße, gleich gegenüber der Hines-Projekte, Wohnungen für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und intergeschlechtliche (LSBTI) Menschen. Im Mai dieses Jahres wurde Richtfest für das Projekt „Lebensort Vielfalt Südkreuz“ gefeiert.