Öffentlicher Raum

Ideen gefragt: Tempelhof-Schöneberg richtet Parklets ein

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Auf der Dunckerbrücke in Prenzlauer Berg war im vergangenen Jahr dieses bunte Parklet platziert worden, stand dort jedoch nur einige Monate.

Auf der Dunckerbrücke in Prenzlauer Berg war im vergangenen Jahr dieses bunte Parklet platziert worden, stand dort jedoch nur einige Monate.

Foto: Thomas Schubert / Berliner Morgenpost

Der Bezirk sucht Vorschläge für Parklet-Standorte im Bezirk. Bis Ende Oktober können solche Stadtmöbel beantragt werden.

Berlin bekommt mehr sogenannte Parklets – Stadtmöbel, die auf Parkplätzen gebaut werden. Tempelhof-Schöneberg ruft seine Bewohner nun dazu auf, Vorschläge für Standorte zu machen. Vereine, Initiativen, lokale Organisationen und Einrichtungen können Anträge einreichen, auch Einzelpersonen. Die Antragsteller verpflichten sich jedoch gleichermaßen zu Bau und Pflege der „Mini-Oasen“.

Unterstützt werden sie dabei finanziell von der Senatsumweltverwaltung, die das Projekt fördert und den Vereinen Berlin 21 und NaturFreunde Berlin, die beim Bau helfen. Die Parklets bestehen je nach Modell aus Pflanzkästen und Sitzgelegenheiten. Anträge sollten bis zum 31. Oktober im Internet unter www.berlin21.de eingereicht werden.

Im Frühjahr sollen neue Parklets gebaut werden

Ende Oktober werden die Anträge ausgewertet und die vorgeschlagenen Standorte geprüft, im Frühjahr nächsten Jahres soll der Bau der Parklets beginnen. Aus Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte oder Charlottenburg-Wilmersdorf bereits bekannt, sollen Parklets nun auch in anderen Bezirken mehr Grün und Aufenthaltsqualität in den ruhenden Verkehr bringen.

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Als Standort geeignet sind Parkplätze – maximal drei sollen pro Parklet beansprucht werden –, die sich nicht in Kreuzungsnähe befinden. Damit sie einen möglichst großen Nutzen für die Allgemeinheit haben, werden vorgeschlagene Orte vor sozialen Einrichtungen wie Schulen, Kitas oder Bibliotheken besonders gern genommen.

Parklets haben bisher aber auch für Kritik gesorgt. Einigen gefielen sie optisch schlichtweg nicht, andere klagten darüber, dass auf den Bänken lautstark und bis in die Nacht gefeiert wurde. Wieder andere bemängelten den Wegfall der Parkplätze oder sahen in den Stadtmöbeln eine Gefahr für Kinder.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg informiert auch auf seinen Internetseiten über Parklets.

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