Politik

BVV Tempelhof-Schöneberg: Mitgliederwechsel bei den Grünen

| Lesedauer: 3 Minuten
In den Reihen der Grünen werden zukünftig zwei neue Gesichter im Rathaus Schöneberg zu sehen sein.

In den Reihen der Grünen werden zukünftig zwei neue Gesichter im Rathaus Schöneberg zu sehen sein.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Vadood und Kröger legen nach zehn Monaten in der Bezirkspolitik ihr Amt nieder. Losert und Schlecht rücken nach.

Berlin.  Etwa zehn Monate, nachdem sich die neue Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg konstituiert hat, gibt es in der Fraktion der Grünen einen Mitgliederwechsel. Yasmin Vadood und Mats Kröger verlassen die Fraktion auf eigenen Wunsch. Die Nachrücker Ronja Losert und Fabian Schlecht stehen schon bereit.

Die 34-jährige Ronja Losert rückt für Yasmin Vadood nach. Losert ist studierte Schauspielerin und lebt seit etwa vier Jahren in Berlin. In den vergangenen Jahren war sie fest an Theatern angestellt, zuletzt in Bamberg, bevor sie sich dazu entschied, auszusteigen. „Daraus heraus entstand auch mein kulturpolitisches Engagement“, sagt Losert, gebürtig aus der Nähe von Hannover. Inzwischen, so sagt sie, kenne sie sich in der Kulturszene in Tempelhof-Schöneberg aus.

Mehr Angebote für Kulturschaffende im Süden des Bezirks

Zusammen mit ihrem Fraktionskollegen Bertram von Boxberg gründete sie die Arbeitsgruppe Kultur, um Ansprechpartnerin für Kulturschaffende im Bezirk zu sein. Innerhalb dieser Gruppe will sie in der Kulturszene unterstützend wirken. „Im Norden des Bezirks passiert im kulturellen Bereich schon viel. Wir wollen aber bis an die Landesgrenze mehr Angebote für Kulturschaffende schaffen“, sagt Losert. Ein häufiges Problem sei es, geeignete Räume zu finden. Von Yasmin Vadood übernimmt sie zudem die Ämter als Sprecherin für Frauen und Inklusion sowie Integration.

Die 35-jährige Yasmin Vadood war während der ersten Monate als Fraktionsmitglied Mutter von Zwillingen geworden. „Zu dem Zeitpunkt dachte ich allerdings noch, dass ich das alles hinkriege“, sagt sie. Die durch die Geburt entstandene Mehrbelastung sowie ihre noch immer etwas angeschlagene Gesundheit hätten sie jedoch eines besseren belehrt. Also entschied sie, ihr Amt bei den Grünen niederzulegen.

Ausstieg aus beruflichen Gründen

Das sei zwar „schade“, doch sollten diese Arbeit Menschen machen, „die 100-prozentig dabei sind“, sagt Vadood. In Berlin lebt die Wahl-Schönebergerin seit etwa zwei Jahren. In der Hauptstadt war dies das erste Amt in der Bezirkspolitik, das die Rechtsanwältin angenommen hatte. In ihrer Heimatstadt Köln war sie jedoch bereits in der Kommunalpolitik aktiv. „Wenn die Kinder älter sind, kann ich mir vorstellen, wieder einzusteigen“, sagt Vadood.

Den Vorsitz des Ausschusses für Partizipation und Integration wird bis zu einer Neuwahl Vadoods Stellvertreterin Katharina Marg (Linke) übernehmen.

Aus der BVV ausgeschieden ist auch Mats Kröger. Laut Rainer Penk, Fraktionsvorsitzender der Grünen, scheidet Kröger aus beruflichen Gründen aus. „Seine beruflichen Aufgaben ließen es nicht zu, sein Mandat in gewünschtem Maße auszuüben“, so Penk. Für ihn rückt Fabian Schlecht nach, der sich den Themen Schule, Bildung sowie Mieten widmen will. Der 33-Jährige ist Lehrer für die Fächer Mathematik, Englisch und Deutsch als Zweitsprache in einer Integrierten Sekundarschule.