Dresdner Bahn

Bahnübergang Buckower Chaussee ab Jahresende gesperrt

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Auf der gesamten 16 Kilometer langen Strecke zwischen Südkreuz bis Blankenfelde und in Richtung Dresden werden zwei neue Gleise für die Fernbahn gebaut. (Symbolfoto)

Auf der gesamten 16 Kilometer langen Strecke zwischen Südkreuz bis Blankenfelde und in Richtung Dresden werden zwei neue Gleise für die Fernbahn gebaut. (Symbolfoto)

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Für den Ausbau der Dresdner Bahn werden alle Übergänge nach und nach umgebaut. An der Säntisstraße konnte der erste nun fertiggestellt werden.

Berlin. Für den Ausbau der Dresdner Bahn-Strecke müssen Verkehrsteilnehmer immer wieder mit Behinderungen und Sperrungen der Bahnübergänge rechnen. So muss etwa der Bahnübergang Buckower Chaussee in Marienfelde zum Ende des Jahres vollständig gesperrt werden. Lediglich die Linienbusse der BVG sowie Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle dann noch passieren. Der Übergang bleibt laut Deutscher Bahn bis zur Fertigstellung der neuen Straßenüberführung im Jahr 2025 gesperrt.

Die Umleitung soll über Säntisstraße beziehungsweise Schichauweg erfolgen. Ab Ende 2022 erfolgt die Überquerung der Gleise dann nur noch über eine neu errichtete barrierefreie Brücke. „Ende 2021 beginnt die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mit der Leitungsumverlegung, ab Dezember 2022 wird dann die neue Straßenüberführung errichtet“, erklärt dazu ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Nachfrage.

Dresdner Bahn: Keine Wartezeiten mehr an Übergängen

Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus an der Dresdner Bahn-Strecke für Fern- und Regionalzüge werden alle neun Bahnübergänge auf der Strecke zwischen Südkreuz und Blankenfelde durch Eisenbahnbrücken oder Straßenüberführungen ersetzt. „Das bedeutet: keine Wartezeiten mehr an geschlossenen Schranken und damit auch weniger Lärm und Abgase“, erklärt der Bahn-Sprecher die Vorteile. Die bereits existierenden Brücken werden darüber hinaus erweitert beziehungsweise erneuert. Welche Bahnübergänge wann umgebaut werden, finden Sie in dieser Auflistung (Nord nach Süd):

An der Attilastraße laufen seit diesem Jahr Bauarbeiten. Der Verkehr verläuft derzeit noch über eine Fahrspur. Für den Einbau des Tragegerüsts der neuen S-Bahnbrücke muss der Brückenbereich voraussichtlich im ersten Quartal 2022 vollständig gesperrt werden. Einschränkungen für den Verkehr sind bis zum Jahresende zu erwarten.

Für den Einbau einer neuen Stabbogenbrücke über den Teltowkanal für die Fernbahn ist ebenfalls mit längeren Einschränkungen zu rechnen. Der Einbau soll im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Genaueres teilte die Deutsche Bahn noch nicht mit.

Neue Überführung an der Säntisstraße in Marienfelde fertig

Ebenfalls im Jahr 2023 fertig werden, soll der Übergang an der Großbeerenstraße in Mariendorf. Die Bauzeit beträgt dort drei Jahre. In dieser Zeit wird die Überführung für S- und Fernbahn erneuert. Während der Arbeiten an den Brücken muss die Großbeerenstraße halbseitig gesperrt werden. Die Verkehrsführung wechselt zwischen Nord- und Südseite, erklärt dazu die Deutsche Bahn. Voraussichtlich bis Ende 2023 muss zudem die Linksabbiegerspur über die Karl-Theodor-Schmitz-Brücke in die Daimlerstraße gesperrt werden.

Der Rückbau des Bahnübergangs und die Errichtung der Eisenbahnüberführung an der Säntisstraße ist abgeschlossen – als erster von neun Kreuzungsbereichen. Die Deutsche Bahn konnte die Unterführung für den Straßenverkehr am Montag freigeben. „Die noch verbleibenden Arbeiten im Gehwegbereich sowie in den Seitenstraßen sollen bis Mitte 2022 abgeschlossen werden“, teilt der Bahn-Sprecher mit. Die Fertigstellung dieser Straßenunterführung sei Voraussetzung dafür, um mit den Arbeiten an der Buckower Chaussee zu beginnen, da die Route als Umleitungsstrecke dient.

Schichauweg: Einschränkungen bis ins nächste Jahr hinein

Am Übergang an Schichauweg und Barnetstraße wird noch bis in das kommende Jahr hinein gebaut. Hier wird die zweigleisige Brücke um eine weitere für die Fernbahn erweitert. Aus diesem Grund müssen Autofahrer laut Deutscher Bahn bis ins Jahr 2022 mit Einschränkungen leben. Aktuell gibt es in beide Richtungen nur jeweils eine Fahrspur. Das bleibe auch weiterhin so, weil in den nächsten Wochen die Brückenpfeiler eingebaut werden.

Wegen der Verschiebung des S-Bahnhofs Lichtenrade nach Westen sowie des Baus einer Eisenbahnüberführung für S- und Fernbahn auf Höhe der Bahnhofstraße bleibt der Übergang in Lichtenrade noch bis Mitte 2023 für Fahrzeuge gesperrt. Im Zuge der Arbeiten werden auch die S-Bahn-Gleise nach Westen verlegt und ein Gleis für die Fernbahn östlich davon angelegt. Seit August hat Lichtenrade zudem einen Behelfsbahnsteig. Der S-Bahn-Betrieb bleibt so größtenteils ohne Ausfälle.

Wolziger Zeile: Freigabe erst nach Fertigstellung des Bahnübergangs in Lichtenrade

Der Übergang an der Wolziger Zeile in Lichtenrade wird für den Fahrzeugverkehr dauerhaft gesperrt. Nach Beendigung der Bauarbeiten gibt es dort lediglich eine Personenunterführung. „Das Brückenbauwerk ist weitestgehend abgeschlossen“, heißt es dazu vom Bahn-Sprecher. Fertigstellung und Verkehrsfreigabe erfolgen nach der Inbetriebnahme des Übergangs an der Bahnhofstraße.

Die Arbeiten setzen sich auf Brandenburger Gebiet fort je südlicher man kommt. Auf Höhe der Ziethener Straße in Mahlow bleibt der Übergang bis zum Frühjahr 2023 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Im nächsten Jahr beginnen die Arbeiten am Übergang der L76. Gebaut wird dort voraussichtlich bis ins Jahr 2023. „Während der Baumaßnahmen ist teilweise mit einer Fahrspurreduzierung zu rechnen. Zum Einhub der Brücke werden kurzzeitige Vollsperrungen erforderlich“, so die Deutsche Bahn.

Ausfälle bei der S-Bahn-Linie S2

Der Übergang an der Berliner Straße bleibt bis 2023 gesperrt. Zur Umfahrung bleibt die Überführung an der Trebbiner Straße so lange geöffnet, bis dieser fertiggestellt ist. Aber auch dort ist ab dem dritten Quartal 2023 mit Einschränkungen zu rechnen.

Der Ausbau der Strecke führt auch immer wieder zu Ausfällen bei der S-Bahn (S2 Bernau – Blankenfelde) Vom 4. April bis 2. Mai 2022 fährt zwischen Priesterweg und Blankenfelde kein Zug. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Daran anschließend fällt die S-Bahn vom 2. Mai bis 11. Dezember 2022 zwischen Lichtenrade und Blankenfelde aus. Vom 11. Dezember 2022 bis 17. April 2023 fahren zwischen Mahlow und Blankenfelde keine Züge.