Pflege

Seniorenheim Bessemerstraße schließt zum Jahresende

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Hinter der grauen Fassade sind etwa 200 Senioren zu Hause. Zum Jahresende will die Argentum GmbH das Seniorenheim schließen.

Hinter der grauen Fassade sind etwa 200 Senioren zu Hause. Zum Jahresende will die Argentum GmbH das Seniorenheim schließen.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Die Argentum GmbH löst damit ihren Berliner Standort auf. Information an Bewohner und Mitarbeiter des Heims erfolgte Ende Oktober.

Berlin. Das Seniorenheim Bessemerstraße in Schöneberg schließt zum Jahresende. Der Betreiber, die Argentum GmbH, hat den Schließungstermin auf Nachfrage bestätigt. Der Anbieter gebe den Standort in Berlin vollständig auf, sagt Silke Gieraths. „Es ist nicht gerade der schönste Standort“, so die Argentum-Regionalleiterin. Das Haus entspreche baulich nicht mehr den Ansprüchen, zudem fehlten Frei- und Grünflächen. „Insofern haben wir die unternehmerische Entscheidung getroffen, uns von diesem Objekt zu trennen.“

Die Bewohner sowie Mitarbeiter seien am 26. Oktober über die Schließung informiert worden, so Gieraths. Ein Morgenpost-Leser hatte sich über die Kurzfristigkeit beklagt. „Somit werden innerhalb von zwei Monaten (zudem während einer Pandemie und zur Weihnachtszeit) rund 100 zum Teil schwerst pflegebedürftige, demente Menschen auf die Straße gesetzt“, schreibt der Mann in einer E-Mail.

Bis zum Weihnachtsfest sollen Senioren neue Bleibe haben

Wie viele Menschen betroffen sind, wollte Silke Gieraths nicht sagen. Laut Internetseite der Argentum GmbH bietet der Standort Platz für 199 Menschen. Allen werde bei der Suche nach einer neuen Bleibe geholfen, sagt Gieraths. „Wir unterstützen natürlich, egal für welchen Anbieter sich die Bewohner entscheiden.“ Für viele sei auch bereits ein anderes Pflegeheim gefunden worden. Den Mitarbeitenden werde zudem bei der Jobsuche geholfen. Ihnen bleiben nur zwei Monate, um zum neuen Jahr einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Geplant sei, dass bis zum Weihnachtsfest jeder und jede ein neues Seniorenheim gefunden hat. Gleiches gilt für die Mitarbeitenden. Sollte das nicht jedem gelungen sein, besteht laut Silke Gieraths die Möglichkeit, den Standort länger offen zu halten. Dass die Information an Mitarbeitende und Bewohner zu kurzfristig herausgegeben wurde, sieht die Regionalleiterin nicht so. „Wir wollten erst damit rausgehen, wenn alles feststeht.“