Schöneberg

Lesbisch-schwules Stadtfest für 2021 endgültig abgesagt

Bunte Stände mit unzähligen Besuchern soll es in diesem Jahr nicht geben. Das Lesbisch-schwule Stadtfest wird auf das nächste Jahr verschoben.

Bunte Stände mit unzähligen Besuchern soll es in diesem Jahr nicht geben. Das Lesbisch-schwule Stadtfest wird auf das nächste Jahr verschoben.

Foto: Carsten Koall / dpa

Die 28. Ausgabe des Lesbisch-schwulen Stadtfestes rund um den Nollendorfplatz in Schöneberg wird auf Juli 2022 verschoben.

Berlin. Das Lesbisch-schwule Stadtfest findet in diesem Jahr nicht statt. Der Veranstalter, der Verein Regenbogenfonds der schwulen Wirte, gab auf seiner Veranstaltungsseite bekannt, dass das berühmte Fest rund um den Nollendorfplatz in Schöneberg auf den 16. und 17. Juli 2022 verschoben werde. Grund sei die Pandemie.

Normalerweise findet das Lesbisch-schwule Stadtfest an einem Wochenende im sogenannten Pride-Monat Juni statt. Geplant war nun eigentlich, die 28. Ausgabe des zweitägigen Fests vom Sommer dieses Jahres zunächst in den September und dann in den Oktober zu verschieben. Nun haben sich die Veranstalter gegen eine Durchführung in diesem Jahr entschieden, wie das Szenemagazin „Siegessäule“ schrieb.

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Lesbisch-schwules Stadtfest zieht jedes Jahr um die 350.000 Besucher an

Die aktuellen Corona-Beschränkungen lassen Veranstaltungen mit einer maximalen Besucherzahl von 25.000 zu. Das Lesbisch-schwule Stadtfest zieht aber jedes Jahr gut 350.000 Menschen aus der ganzen Welt an. Zudem könnte Besuchern der Zugang nur mit Impfnachweis oder negativem Coronatest gestattet werden. Es sei organisatorisch unmöglich, das gesamte Areal um Motz-, Fugger-, Eisenacher und Kalckreuthstraße abzusperren und den Einlass zu regulieren.

Ein anderes großes Ereignis der schwulen und queeren Szene, der Christopher Street Day (CSD), findet in diesem Jahr am 24. Juli als Demonstration statt. Die Veranstaltung ist als Fußmarsch ohne Parade-Trucks geplant. Es wird eine kleine Zahl von Trucks mit Rednerinnen und Rednern sowie musikalischen Beiträgen geben.

Alle Infos zu den diesjährigen Pride-Veranstaltungen gibt es auf der Internetseite von „Siegessäule“.