Nachruf

Trauer um Christoph Götz-Geene

Der SPD-Politiker aus Tempelhof-Schöneberg stirbt am Silvestertag nach langer Krankheit.

Christoph Götz-Geene wurde 58 Jahre alt. 

Christoph Götz-Geene wurde 58 Jahre alt. 

Foto: SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Berlin. Er engagierte sich seit vielen Jahren in der SPD Tempelhof-Schöneberg für stadtentwicklungspolitische Themen. Nun ist Christoph Götz-Geene im Alter von 58 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion hinterlässt Ehemann und Kinder.

Seit 2011 war Götz-Geene Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Tempelhof-Schöneberg. In einem Nachruf nimmt die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg nun Abschied von Götz-Geene. „Die Entwicklung der bezirklichen Stadtteile lag Götz-Geene am Herzen“, schreiben seine Fraktionskollegen. In der Gartenstadt Neu-Tempelhof zu Hause lag ihm viel an der Entwicklung der ehemaligen Fliegersiedlung. Auch deshalb engagierte er sich als Vorstandsmitglied im Parkring e. V. Er setzte sich auch im Rahmen seiner politischen Arbeit für die Verkehrsberuhigung des Wohnviertels ein.

Der studierte Architekt brachte sich in den BVV-Ausschüssen für Stadtentwicklung, Straßen, Verkehr, Grünflächen und Umwelt sowie Wirtschaft ein. Wichtig waren ihm unter anderem Themen der Verkehrswende. Ein von ihm mit viel Ideenreichtum verfolgtes Projekt war sein Vorschlag zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U4.

Seine Fraktionskollegen hätten an Christoph Götz-Geene geschätzt, dass er auch mal ungewöhnlich gedacht habe. Seine Anregungen seien stets klug und durchdacht gewesen. „Wir erinnern uns an Christoph als unseren Freund, mit dem wir politisch diskutieren und Spaß haben konnten, der engagiert seine Initiativen vertrat, aber immer ein offenes Ohr für andere Meinungen hatte“, schreibt die SPD-Fraktion.

Götz-Geene hatte ein Herz für die Jugend im Bezirk

Er setzte sich außerdem für die Kinder und Jugendlichen im Bezirk ein. So brachte er gemeinsam mit anderen Bezirkspolitikern die Idee vom „Haus der Jugend“ voran. Die Schwierigkeiten vieler Jugendeinrichtungen, eine bezahlbare Immobilie in Berlin zu finden, motivierten ihn, geeignete Standorte für die Jugendarbeit auszumachen.

Auch die Fraktion der Grünen Tempelhof-Schöneberg nimmt öffentlich Abschied von Christoph Götz-Geene. Man sei dankbar für die jahrelange und vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Wir haben den SPD-Bezirksverordneten als engagierten und unermüdlichen Vorstreiter für die Entwicklung unseres Bezirks erlebt und geschätzt“, schreibt die Fraktion auf ihrer Internetseite.

Seit Anfang 2019 ist Christoph Götz-Geene mit seinem langjährigen Partner Raimund Geene verheiratet. Gemeinsam haben sie neun Pflegekinder.