Wahlen 2021

CDU wählt Matthias Steuckardt zum Bürgermeisterkandidaten

Der Kreisverband Tempelhof-Schöneberg nominierte Steuckardt mit großer Mehrheit. Erstmals ist ein schwuler Bürgermeister denkbar.

Will Bezirksbürgermeister werden: Matthias Steuckardt (CDU).

Will Bezirksbürgermeister werden: Matthias Steuckardt (CDU).

Foto: Privat

Anfang dieses Jahres löste er Jutta Kaddatz als Stadtrat für Bildung, Kultur und Soziales ab. Nun will Matthias Steuckardt Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeister werden. Die Delegierten des Kreisparteitags der CDU wählten den 41 Jahre alten Schöneberger am Sonnabend mit großer Mehrheit zu ihrem Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im Herbst 2021. Damit könnte Steuckardt der erste schwule Bezirksbürgermeister für den Schöneberger Regenbogenkiez werden.

Bei Facebook gab sich Steuckardt direkt nach seiner Nominierung am Sonnabend ehrgeizig: „Ich trete bei der Berlinwahl 2021 an, um in Tempelhof-Schöneberg dafür zu sorgen, dass unsere Stadt endlich besser funktioniert“, schreibt er dort. Seine Mission sei es, den Bezirk zu gestalten, statt nur zu verwalten, wie es die derzeitige Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) tue. Steuckardt war als einziger Kandidat der CDU Tempelhof-Schöneberg für Bezirksbürgermeisteramt ins Rennen gegangen. Die Delegierten wählten Steuckardt mit einer deutlichen Mehrheit von 87 Ja-Stimmen. Sieben stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich.

Nominierung Steuckardts findet bei LSU Anerkennung

Die Nominierung Steuckardts findet auch bei den Lesben und Schwulen in der Union (LSU) Tempelhof-Schöneberg Anerkennung. LSU-Vorsitzender Marcus Schneider begrüßt die Entscheidung. „Damit gibt es das erste Mal eine realistische Chance, dass der Regenbogenkiez einen schwulen Bürgermeister bekommt“, so Schneider. Matthias Steuckardt war in unterschiedlichen Ämtern in der LSU aktiv. Zunächst als Landesgeschäftsführer, später als Regionalvorsitzender und Vorsitzender der LSU Berlin. Zurzeit ist Steuckardt als Beisitzer im Vorstand in der LSU Tempelhof-Schöneberg aktiv. Seit 2011 ist er in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks politisch aktiv.