Umweltpreis

Green Buddy Award wird zum 10. Mal verliehen

Letzte Chance: Einsendeschluss für alle Bewerber ist der 17. August. Die Preisvergabe im November soll im Metropol stattfinden.

Der Green Buddy Award (hier der Preis von 2018) wird jedes Jahr an umweltfreundliche und nachhaltige Berliner Unternehmen vergeben.

Der Green Buddy Award (hier der Preis von 2018) wird jedes Jahr an umweltfreundliche und nachhaltige Berliner Unternehmen vergeben.

Foto: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Berlin. Vielen Unternehmern wird das Jahr 2020 als wirtschaftlich schwierig in Erinnerung bleiben. Das Coronavirus bedeutet für viele eine Zäsur. Auf Unternehmen mit nachhaltigen und umweltbewussten Strukturen könnte aber in dieses Jahr noch ein kleiner Lichtblick winken. Zum zehnten Mal wird am 5. November der Umweltpreis „Green Buddy Award“ an Berliner Firmen verliehen. Bewerbungen sind noch bis 17. August online möglich.

Gesucht werden auch in diesem Jubiläumsjahr wieder Menschen bis 27 Jahre oder Unternehmen, die sich in besonderem Maße dem Umweltschutz verdient gemacht haben. Bisher wurden 36 Gewinner aus 283 Bewerbungen gekürt. Verliehen wird der Preis in drei Kategorien: Einzelhandel, Abfallvermeidung/Recycling und Smart City Solutions sowie in den zwei vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg verliehenen Kategorien Umweltschonende Produktion und Young Green Buddy Award. Geplant ist, die Preisverleihung im erst im vergangenen Jahr wiedereröffneten Metropol am Nollendorfplatz in Schöneberg mit Gästen zu feiern. Dafür wird derzeit ein Hygienekonzept erstellt.

Green Buddy Award: Algenproduzent unter den Siegern des Vorjahres

Zu den Siegern des vergangenen Jahres gehörten Sneaker Rescue, das öko-faire

Modehaus Supermarché, der Baustellenatlas von Infrest Infrastruktur eStraße GmbH sowie das Georg-Büchner-Gymnasium. In der Kategorie „Umweltschonende Produktion und produktionsnahe Dienstleistung“ gewann der Algen-Produzent Mint Engineering. 2000 Euro Preisgeld bekam das Unternehmen für die Kultivierung von Algen in großen Rohrreaktoren. Genutzt werden diese auf vielfältige Weise, etwa für die Produktion von Nahrungsmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder Kosmetik. Einen Teil seiner Räume hat das Unternehmen mit neun Mitarbeiterin am Euref Campus in Schöneberg. „Ein kleines Büro für administrative Dinge, Marketing und den Vertrieb“, berichtet Gunnar Mühlstädt, Geschäftsführer der Mint Engineering GmbH, die ihren Hauptsitz in Dresden hat.

„Ich finde, wir passen tatsächlich wie gemacht für den Green Buddy“, sagt Mühlstädt. Denn die Algenproduktion in Großanlagen sei eine nachhaltige Sache, wenn man sie richtig angehe. Neben der Produktion eines umweltfreundlichen Rohstoffes vernichte man bei der Herstellung gleichzeitig CO2 und produziere reinen Sauerstoff. „Und das, ohne irgendwelche fruchtbaren Flächen, die für die Lebensmittelindustrie und andere Pflanzen notwendig sind, zu blockieren“, erklärt Mühlstädt.

Green Buddy Award: Partner unterstützen die Verleihung jedes Jahr

Auf den Gewinn beim Green Buddy Award sei er noch immer sehr stolz –

und er sei ein Ansporn, weiter das Richtige zu tun. Die Coronaviruspandemie habe es dem Unternehmen in den vergangenen Monaten aber sehr schwer gemacht. In Krisenzeiten gebe es weniger Interessenten, die in neue, vielleicht noch risikobehaftete Ideen investieren, erklärt Mühlstädt. „Das war ziemlich schwierig, da wir auch gerade im Abschluss einer Finanzierungsrunde waren, das hat sich sehr erheblich dadurch verzögert und einige graue Haare gekostet.“ Von Aufgeben aber keine Spur. Im Gegenteil: Man wolle wachsen und im kommenden Jahr möglichst richtig durchstarten.

Der Green Buddy Award wird vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und anderen Kooperationspartnern wie der Buddy Bär Berlin GmbH, Berlin Partner, Investitionsbank Berlin, Berliner Stadtreinigung, Marienpark Berlin und Handelsverband Berlin Brandenburg verliehen. „Jedes Jahr wird es immer schwieriger für uns in der Jury nur fünf Unternehmen oder Projekte auszuwählen“, sagt Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD). „In unserer Stadt und unserem Bezirk tut sich sehr viel. Das ist auch gut so.“

Wer sich für die diesjährige Verleihung des Umweltpreises anmelden möchte, findet alle Infos auf der Internetseite des Green Buddy Awards.