Tempelhof-Schöneberg

Sporthallen für Vereinssport weiter gesperrt

Weil der Bezirk seine Hallen nicht ausreichend reinigen kann, lehnt das Verwaltungsgericht den Eilantrag eines Handballvereins ab.

So wie das Sportzentrum Schöneberg am Sachsendamm sind alle Sporthallen für Turner, Handballer und Co. noch bis zu den Ferien tabu.  

So wie das Sportzentrum Schöneberg am Sachsendamm sind alle Sporthallen für Turner, Handballer und Co. noch bis zu den Ferien tabu.  

Foto: Jörg Krauthöfer / FUNKE Foto Services

Wegen Personalmangels bleiben die Sporthallen in Tempelhof-Schöneberg noch bis zum Beginn der Sommerferien für den Vereinssport geschlossen. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte den Antrag eines Handballvereins, der auch Hallen in Tempelhof-Schöneberg nutzt, abgewiesen. Zwar dürfen Vereine die bezirklichen Sporthallen seit dem 2. Juni für den Vereinssport offiziell wieder nutzen, das Schul- und Sportamt Tempelhof-Schöneberg entschied allerdings, dass die Hallen im Bezirk noch nicht wieder freigegeben werden. Grund dafür sei die nicht ausreichende Zahl von Reinigungskräften für die Sporthallen. Die bezirklichen Kapazitäten reichten außerdem auch nicht aus, um die Hygienekonzepte der Sportvereine bis zu den Sommerferien zu überprüfen. Ob Hygienevorgaben eingehalten werden, könne so also nicht schnell genug geklärt werden.

Die 14. Kammer hat den Eilantrag des Handballvereins deshalb zurückgewiesen. Die Allgemeinverfügung sei rechtmäßig, weil sie sich auf das Infektionsschutzgesetz stützen könne. „Weil im Land Berlin fortwährend Kranke, Krankheitsverdächtige, Ausscheider und Ansteckungsverdächtige im Hinblick auf das neuartige Coronavirus festgestellt würden, sei die Behörde berechtigt gewesen, die notwendigen Schutzmaßnahmen zu treffen“, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts. Die Anordnung sei auch deshalb verhältnismäßig, weil mit einem höheren Infektionsrisiko zu rechnen sei, wenn überdachte Sportanlagen nicht hinreichend gereinigt werden könnten.