Verkehrsbelastung

Maßnahmenkatalog für Gartenstadt Neu-Tempelhof

Tempelhof-Schönebergs Bezirksverordnete wollen den Anwohnern eine Entlastung vom Durchfahrtsverkehr in ihrer Wohnsiedlung bringen.

Die Manfred-von-Richthofen-Straße in Tempelhof ist eine bei Autofahrern beliebte Abkürzung in der Gartenstadt Neu-Tempelhof.

Die Manfred-von-Richthofen-Straße in Tempelhof ist eine bei Autofahrern beliebte Abkürzung in der Gartenstadt Neu-Tempelhof.

Foto: Sven Darmer

Die Anwohner der Gartenstadt Neu-Tempelhof sollen Entlastung vom Durchgangsverkehr erfahren. Die Bezirksverordneten von Tempelhof-Schöneberg haben in einem Beschluss dafür gestimmt, mit bestimmten Maßnahmen den Verkehrsdruck insbesondere während der Rush Hour und im Besonderen in der im Halbkreis um die Wohnsiedlung verlaufenden Manfred-von-Richthofen-Straße sowie der Boelckestraße herauszunehmen.

Laut Beschluss sollen die bestehenden Tempo-30-Zonen und -Abschnitte durch großflächige Markierungen stärker herausgestellt werden. Das Bezirksamt soll sich darüber hinaus für mehr Geschwindigkeitskontrollen bei der Polizei einsetzen und Dialogdisplays installieren lassen.

Bezirksverordnete legen Maßnahmen für Gartenstadt fest

Der Beschluss legt zudem mittel- und langfristige Maßnahmen fest: Geprüft werden soll auch, ob im Boden versenkbare Poller oder Schranken den Durchfahrtsverkehr zu bestimmten Zeiten komplett fernhalten, ohne dass Feuerwehr und Rettungsdienste behindert werden. Für die Bezirksverordneten kommt auch eine Änderung der Ampelschaltung an der Kreuzung Tempelhofer Damm und Manfred-von-Richthofen-Straße infrage. Sollte diese optimiert werden, so die Hoffnung, nutzen weniger Autofahrer die Umfahrung des Te-Damms über die Siedlung.

Untermauert hat die BVV auch, dass es für die gesamte Gartenstadt ein Verkehrskonzept geben müsse, das langfristige Lösungen biete. Anwohner organisieren sich schon länger in einer Anwohnerinitiative, in deren Rahmen bereits zwei Einwohnerversammlungen mit Bezirksamt und Anwohnern organisiert worden waren. Letztere fordern die Umsetzung des 2018 bereits beschlossenen Verkehrsberuhigungskonzepts und die schnelle Aufstellung von Pollern.

Sofortmaßnahmen konnte Christiane Heiß (Grüne), Bezirksstadträtin für Straßen und Grünflächen, bislang aber nicht zustimmen. Sie möchte ein Gesamtverkehrskonzept für ein großflächiges Gebiet im Tempelhofer Norden rund um die Gartenstadt erstellen lassen.