Tempelhof-Schöneberg

Das sind die Programmpunkte beim „Frauenmärz“

Im „Frauenmärz“ geht es um frauenspezifische Themen aus Vergangenheit und Gegenwart. Ein Überblick über das Programm.

Im Rahmen des 35. Frauenmärz’ gibt es 25 kostenfreie Veranstaltungen.

Im Rahmen des 35. Frauenmärz’ gibt es 25 kostenfreie Veranstaltungen.

Foto: diegeisel

Die 1920er-Jahre waren für Frauen in Berlin eine besondere Zeit. Geprägt von reifender Emanzipation, geöffnetem Zugang zur Bildung und mehr Freiheiten. In Tempelhof und Schöneberg wird zu Ehren der Frauen seit 35 Jahren der „Frauenmärz“ zelebriert. Ein ganzer Monat voller wechselnder Programmpunkte.

Eingeladen sind natürlich auch Männer, wenngleich die 25 kostenlosen Veranstaltungen allein Frauen, ihre Geschichte, Gegenwart und Zukunft in den Blick nehmen. Gleichzeitig wird das 100-jährige Jubiläum Berlins begangen. 100 Jahre Frauen-Geschichte in einer wachsenden Metropole also. Freitagabend ist der Auftakt im Gemeinschaftshaus Lichtenrade.

In diesem Jahr konnte Elke Hannack, stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die unter anderem auch die Ressorts Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik verantwortet, für die Festrede gewonnen werden.

„Humorvoll, mit Biss und feiner Ironie“ führt von dort an die Autorin, Kolumnistin und Bloggerin Katja Dittrich aka Katja Berlin − bekannt unter anderem für ihre Zeit-Grafikkolumne „Torten der Wahrheit“ − und das „Kabarett Korsett“ durch den Abend. Zur diesjährigen Frauenmärz-Eröffnung gibt das Ensemble einen Einblick in ihr Jubiläumsprogramm „25 Jahre mit Witz und Biss“.

Frauenmärz in Tempelhof-Schöneberg: 25 kulturelle Höhepunkte

Musikalisch führt das Schöneberger Kammerorchester unter der Leitung von Sabine Wüsthoff in den Eröffnungsabend. 20 musikbegeisterte Amateurstreicher und Amateurstreicherinnen präsentieren zeitgenössische Werke der Komponistinnen Lauren Bernofsky (*1967) und Vivienne Olive (*1950).

Die 25 Veranstaltungen bieten Gelegenheit, Einzelschicksale und -geschichten vorzustellen. Wie die von Gabriele Tergit. Sie schrieb für Zeitungen, seitdem sie 19 Jahre alt war – und veränderte damit die Gerichtsreportage. Ihre Romane über Berlin werden noch immer gern gelesen und sind Thema des Abends des 12. März. Die Lesung mit anschließendem Gespräch wird von Nicole Henneberg und Silvia Höhne begleitet. Los geht es um 19 Uhr im Schöneberg Museum, Hauptstraße 40/42 in Schöneberg.

CDU, SPD und Grüne starten Dialog

Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg will klären: „Wie man Frauen für die Politik begeistern kann“. Diese seien in politischen Ämtern unterrepräsentiert. Die Zahlen würden stagnieren. In einer durch Patrick Liesener, fraktionspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, moderierten Diskussionsrunde im Rathaus Schöneberg (Am Rathaus 2, Fraktionssitzungssaal, Raum 3055) sollen zusammen mit Elisabeth Motschmann, Autorin, Herausgeberin und Bundestagsabgeordnete mögliche Schritte besprochen werden. Die Veranstaltung findet am 11. März, 18.30 Uhr, statt.

Am selben Abend, ab 19.30 Uhr, lädt die SPD Schöneberg zum Frauenstammtisch ins Kreisbüro in der Crellestraße 48 in Schöneberg. Zu Gast sind Melanie Kühnemann-Grunow, Mitglied im Abgeordnetenhaus, und weitere Gäste, die zum Thema Bildung und Digitalisierung ins Gespräch kommen wollen (Anmeldungen unter martina_sommerfeld@gmx.de). Kühnemann-Grunow veranstaltet darüber hinaus am 19. März, 19 Uhr, eine Führung durch das Berliner Abgeordnetenhaus (Anmeldungen an buero@melanie-kuehnemann.de).

Comedy und Poetry Slam beim Frauenmärz

Über das Thema Digitalisierung wollen auch die Grünen Tempelhof-Schöneberg ein Gespräch starten. Frauen und Mädchen würden bisher nicht gleichermaßen wie Männer und Jungen von digitaler Bildung profitieren. Woran das liegt und wie es derzeit in großen digitalen Technologieunternehmen aussieht, will die Partei ebenfalls am 19. März, 19.30 Uhr, im Goldenen Saal des Schöneberger Rathauses erörtern.

Mit Humor und Feingefühl widmet sich Gayle Tufts den Unterschieden zwischen den Kulturen. Die Show „American Woman“ lehnt an das gleichnamige Buch (Aufbau Verlag) der Entertainerin an. Tufts lebt in Berlin, hat aber US-amerikanische Wurzeln.

Ihre Biographie und ihr Leben als Amerikanerin in Deutschland macht sie zum Ausgangspunkt ihrer Shows, die sie aus Musik und Stand-up-Comedy in ihrem aus Deutsch und Englisch gemischten „Denglisch“ zusammensetzt. Zu sehen ist sie am 17. März, 20 Uhr, in der Bezirkszentralbibliothek „Eva-Marie-Buch-Haus“ in der Götzstraße 8/10/12 in Tempelhof bei freiem Eintritt.

Etliche weitere Höhepunkte kultureller Natur warten: In vielen Bereichen unseres Lebens dominiert der männliche Blickwinkel. Auch in der Literatur trifft das an vielen Stellen zu. Poetinnen aus der Berliner Poetry Slam- und Lesebühnenszene wollen dagegenhalten. Sie laden am 24. März zu einem literarischen Abend – ganz aus der weiblichen Perspektive.

Das gesamte Programm mit allen Terminen, darunter Kunstausstellungen, Lesungen und mehr, ist unter www.frauenmaerz.de zu finden.