Streit

Nach Streit: Audi-Fahrer schießt in Tempelhof auf Taxifahrer

Zwei Autofahrer geraten in Streit, dann zieht ein 41-Jähriger eine Schusswaffe und drückt ab.

Taxis am Taxistand: In Tempelhof feuerte ein Autofahrer nach einem Streit auf einen Taxifahrer.

Taxis am Taxistand: In Tempelhof feuerte ein Autofahrer nach einem Streit auf einen Taxifahrer.

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Berlin. Ein Streit zwischen Autofahrern in Tempelhof endete am Donnerstagabend für einen der Beteiligten blutig. Er kam mit einer Schussverletzung in ein Krankenhaus. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei und Aussagen von Zeugen ereignete sich der Vorfall gegen 19.30 Uhr auf der Kreuzung Katzbachstraße, Dudenstraße und Boelckestraße.

Dort kam es zwischen einem Mercedes-Taxi und einem Audi fast zu einem Zusammenstoß. Der 27 Jahre alte Taxifahrer, der privat unterwegs war, und der Audi-Fahrer sollen sich über diesen Vorfall lautstark aufgeregt haben. Beide Pkw fuhren zunächst weiter, hielten dann aber kurz darauf an der Boelckestraße an.

Tempelhof: Autofahrer zieht Schusswaffe und schießt

Der Taxifahrer und sein 22-jähriger Bruder stiegen aus dem Mercedes aus und gerieten mit dem Audifahrer, der ebenfalls seinen Wagen verlassen hatte, in eine verbale Auseinandersetzung. Zeugen wollen beobachtet haben, dass es im weiteren Verlauf des Streit auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Im weiteren Verlauf soll der Audi-Fahrer eine Pistole gezogen und den Brüdern damit vor die Füße geschossen haben. Getroffen wurden sie dabei nicht.

Die Polizei berichtet weiter, dass der Audi-Fahrer dann die Pistole auf den Oberschenkel des 22-Jährigen gehalten und abgedrückt haben soll.

Audi-Fahrer schießt in Tempelhof auf Taxifahrer - Lesen Sie hier die Polizeimeldung im Orginal

Schütze wirft Waffe weg und flüchtet

Nach dem Schuss habe der Mann die Waffe am Tatort weggeworfen und sei mit seinem Audi geflüchtet. Die Polizei fand den Pkw in der Nähe der Straße Rumeyplan verlassen vor. Der 22-Jährige wurde mit einer Schussverletzung am rechten Bein zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht. Die Waffe und der Audi wurden sichergestellt. Als mutmaßlicher Fahrer des Audi wurde ein 41-Jähriger Mann ermittelt.

Ein Fachkommissariat der Direktion 4 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wird wegen gefährlicher Körperverletzung und illegalen Waffenbesitzes ermittelt. Ob sich die Autofahrer zu einem späteren Zeitpunkt einem „Idiotentest“ unterziehen müssen, ist noch unklar. Dabei muss festgestellt werden, ob die Beteiligten ausreichend geeignet sind, am Straßenverkehr teilzunehmen. Wird das von einem Fachmann verneint, droht ein Fahrverbot.

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