Finanzen

Marienfelde bekommt ein mobiles Sparkassen-Team

Einmal wöchentlich können Kunden den Service in der Alloheim-Seniorenresidenz an der Hildburghauser Straße nutzen.

Seit 2016 ist die Filiale in der Hildburghauser Straße in Marienfelde geschlossen (Symbolfoto).

Seit 2016 ist die Filiale in der Hildburghauser Straße in Marienfelde geschlossen (Symbolfoto).

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Im Juni dieses Jahres hatte die Links-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg einen Ersatz für die geschlossene Sparkassen-Filiale an der Hildburghauser Straße in Marienfelde gefordert. Nun hat die Berliner Sparkasse reagiert. Zwar kommt kein Sparkassenservice-Bus zum Einsatz, wie von den Linken gefordert. Stattdessen schickt das Unternehmen einmal in der Woche sein mobiles Team in die Alloheim-Seniorenresidenz.

Ab dem 22. Oktober werden Sparkassen-Berater jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr dort anzutreffen sein, teilt ein Sprecher der Berliner Sparkasse auf Nachfrage mit. Das Alloheim an der Hildburghauser Straße 31 ist einer von vielen Kooperationspartner des Unternehmens, um auch ohne Filiale Leistungen rundum Finanzen anbieten zu können. „Gespräche zu Finanzthemen müssen nicht zwingend in Filialen stattfinden“, so der Sprecher.

Mobiles Team betreut berlinweit 20 Orte

Das 2017 entstandene mobile Team steuert inzwischen 20 Orte in ganz Berlin an und bietet dort Service und Beratung wie in einer Filiale an – von der Kontoeröffnung bis zur Kredit- und Sparberatung. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das Team aus Sicherheits- und Logistikgründen kein Bargeld mit sich führt. Der Geldautomat nebenan in der Hildburghauser Straße 29 bleibt erhalten.

Warum auch bei der Sparkasse immer mehr Filialen schließen, ist leicht erklärt: Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte inzwischen online – Tendenz steigend. Die Folge ist, dass immer weniger Menschen das Service-Angebot in den Filialen nutzen. Zurzeit gibt es sechs Filialen in Tempelhof-Schöneberg und zwei Standorte an denen das mobile Team aktiv wird.

Links-Fraktions begrüßt das kommende Angebot

Vor zehn Jahren waren es noch elf Filialen im Bezirk. Die Zahl der Geldautomaten ist in ganz Berlin allerdings seit Jahren konstant. 600 Automaten verteilen sich auf 250 Standorte. Im Jahr zahlt die Berliner Sparkasse acht Milliarden Euro aus. Das sei mehr als jeder andere Finanzdienstleister in der Stadt.

In der Links-Fraktion ist man mit dem geschaffenem Angebot „erst mal sehr zufrieden“, sagt Fraktionsvorsitzende der BVV Elisabeth Wissel. Denn im näheren Umkreis gebe es keine Bankfiliale. „Außerdem leben in Marienfelde Süd überproportional viele ältere Menschen, denen Kassenautomaten kein Ersatz für eine personelle Service-Leistung bietet“, so die Bezirksverordnete.