Tempelhof-Schöneberg

Wanda Preußker verlässt die CDU-Fraktion

2013 wechselte Wanda Preußker von der Fraktion der Piraten zur CDU. Nun tritt sie aus Fraktion und Partei aus.

Das ehemalige Fraktionsmitglied sieht zu viele Widersprüche in ihrer ehemaligen Partei.

Das ehemalige Fraktionsmitglied sieht zu viele Widersprüche in ihrer ehemaligen Partei.

Foto: Foto: Wanda Preußker

Berlin. Wanda Preußker verlässt die CDU-Fraktion in Tempelhof-Schöneberg mit sofortiger Wirkung, auch aus der CDU ist sie ausgetreten. Damit schrumpft die Union in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf elf Mitglieder zusammen. Ihren Rücktritt hatte sie schon Ende September bekanntgegeben.

Bis zum Ende der Legislaturperiode wird Wanda Preußker fraktions- und parteilos in der BVV mitwirken. Ihren Posten als stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Straßen, Verkehr, Natur und Umwelt hat sie abgegeben. Sie bleibe aber nicht stimmberechtigtes Mitglied. Außerdem wechselt sie vom Ausschuss für Stadtentwicklung in den für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten.

Wanda Preußker: Zu wenig Platz für „zukunftsweisende Visionen“

Es brodele schon etwas länger in ihr, sagt Wanda Preußker. Zu den Zielsetzungen der CDU fühle sie sich nicht mehr so verbunden, wie bei ihrem Eintritt 2013. „Ich sehe nicht, dass die CDU zukunftsweisenden Visionen ausreichend Platz bietet.“ Nach ein paar Monaten ohne Parteizugehörigkeit wechselte sie damals von den Piraten zur CDU. Im Moment hege sie keinerlei Absichten, sich einer anderen Partei anzuschließen.

Vor allem in Bezug auf das Thema Verkehrspolitik und Wohnen sei die CDU in Tempelhof-Schöneberg nicht mehr zeitgemäß, sagt die Bezirkspolitikerin. Mit ihren Vorstellungen von einem Verkehrskonzept sei sie bei ihren Fraktionskollegen gescheitert. Viele Entscheidungen wirkten auf die Politikerin, die sie noch immer sei, widersprüchlich. Ihr schwebt ein „Andersdenken“ vor. In der Politik möchte Wanda Preußker trotz allem aktiv bleiben. „Ich mache weiter“, sagt sie.

In der CDU-Fraktion sei man von ihrem Austritt überrascht worden, sagt Matthias Steuckardt, CDU-Fraktionsvorsitzender der BVV, auf Nachfrage.