Pflanzaktion

Alte Apfelsorten werden für besseres Klima gepflanzt

Firmen des Unternehmensnetzwerks Motzener Straße pflanzen Obstbäume für ein besseres Klima.

Partner des Unternehmensnetzwerk Motzener Straße in Marienfelde pflanzen am Industriegebiet Obstbäume für den Klimaschutz.Foto: Unternehmensnetzwerk Motzener Straße

Partner des Unternehmensnetzwerk Motzener Straße in Marienfelde pflanzen am Industriegebiet Obstbäume für den Klimaschutz.Foto: Unternehmensnetzwerk Motzener Straße

Die ganze Stadt ist am Freitag zum Klimaretter geworden. Überall haben sich Einrichtungen mit Aktionen für ein besseres Klima eingesetzt. Das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße in Marienfelde nimmt das Thema ebenfalls ernst. Am weltweiten Klimastreiktag und pünktlich zur Sitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung in dieser Woche wollten die Unternehmen in der Motzener Straße mit einer eigenen Aktion einen Beitrag geleistet.

Mit einem Apfelbaum ging es am Vormittag los. Im nördlichen Teil des Naturparks Marienfelde sollen alte Obstbaumsorten eine ganz praktische Klimaschutzmaßnahme bilden und ein aktives und nachhaltiges Zeichen für mehr Klimaschutz setzen.

Zunächst wurden symbolisch zwei Bäume in die Erde gesetzt. Im nächsten Frühjahr sollen dann acht weitere gepflanzt werden. Die Pflanzaktion der Unternehmen hat ein ökologisches Ziel: Im Naturpark soll die bestehende Streuobstwiese mit Obstbäumen alter Sorten erweitert werden und so mehr Biodiversität vor Ort schaffen.

Unterstützung von örtlichen Unternehmen

Finanziert und praktisch unterstützt wurde die Aktion unter anderen von den Firmen am Standort. Darunter Promess, Stanova, CLR Richter, GUK, BarteltGlas, Bauhaus, Reiseagentur Hecht, Stadt und Land. Auch der Lionsclub Kurfürstendamm spendete 700 Euro für die neuen Bäume.

Ulrich Misgeld, Vorsitzender des Unternehmensnetzwerks Motzener Straße, erklärte zur Aktion: „Heute ist ein guter Tag, um in Sachen Klimaschutz einmal mehr praktisch anzupacken. Die Baumpflanzaktion des Unternehmensnetzwerks ist die ideale Ergänzung in Nachhaltigkeit und Klimaschutz, die die Firmen in ihrer täglichen Arbeit bereits verfolgen. Klimaschutz haben wir uns in unserem Verbund groß auf die Fahnen geschrieben.“

Seit fünf Jahren betreibe man mit Unterstützung Dutzender Unternehmen das Projekt „Null Emission Motzener Straße 2050“ mit bisher Tausenden Tonnen CO2-Einsparungen. Das Ziel lautet: Bis zum Jahr 2050 Emissionen in der Motzener Straße auf null zu bringen. Mit vielen weiteren Maßnahmen und Kooperationen würden sich die Firmen jeden Tag für Klima- und Umweltschutz stark machen, so UIrich Misgeld.

Zu der globalen Streikaktion sagt der Vorsitzende: „Mit einem Streik sparen wir kein Kilogramm CO2 ein, wohl aber mit dem Pflanzen gesunder Bäume und mit effektiver Unternehmensorganisation und nachhaltiger Gestaltung der Arbeitsabläufe. Wir streiken nicht, sondern arbeiten ganz praktisch für das Klima, und das jeden Tag!“

Industriegebiet Motzener Straße in Fakten und Zahlen

Das Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße liegt in südlicher Stadtrandlage, unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg und gehört zu den größten Arealen dieser Art in Berlin. Der Standort weist die höchste Industriequote der drei bezirklichen Industriegebiete auf: Insgesamt sind rund 200 Betriebe mit gut 5000 Beschäftigten auf dem Gelände tätig. Davon gehören knapp die Hälfte der Betriebe und rund 80 Prozent der Beschäftigten zum „Produzierenden Gewerbe“.

60 dieser Betriebe mit circa 2500 Beschäftigten gehören zu der seit 2005 bestehenden Standortinitiative Unternehmensnetzwerk Motzener Straße. Das Netzwerk finanziert sich aus den Mitgliedsbeiträgen der Partnerunternehmen, fördert den Erfahrungsaustausch und organisiert Aus- und Weiterbildungsaktivitäten.

Das Projekt NEMo ist im Rahmen des bundesweiten Innovationswettbewerbes „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2016“ prämiert worden und war in 2015 „Projekt des Monats“ der Nationalen Klimaschutz Initiative.

Infos unter www.motzener-strasse.de