Lesung

Hanna Schygulla liest bei „Groß-Berlin“

Hundertjährige aus Tempelhof-Schöneberg erzählen im Theater Morgenstern in Texten, Filmen und Bildern ihre Geschichten.

Schauspielerin Hanna Schygulla

Schauspielerin Hanna Schygulla

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Sie sind während der Kaiserzeit geboren, 1911 bis 1916, haben Berliner Geschichte erlebt, die so in keinem Geschichtsbuch steht. Die Lesetour „Groß-Berlin“ greift vor auf das 100. Jubiläum der Stadt, wie sie seit des 1920 entstandenen Grenzverlaufs existiert, im kommenden Jahr und stellt exemplarisch fünf Zeitzeugen aus Tempelhof-Schöneberg vor. Hundertjährige, die aus ihrem ganz persönlichen Erleben über das Ende des Krieges berichten.

Ihre Geschichten werden multimedial aufgearbeitet. Dazu liest Schauspielerin Hanna Schygulla. Am 20. September, 18 Uhr, macht die multimediale Lesetour Halt im Theater Morgenstern im Rathaus Friedenau. Die Moderation übernimmt Rita Preuß. Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch.

Berliner berichten von Krieg und Wiederaufbau

Die Hundertjährigen berichten, wie nach dem Krieg in der Stadt die Glocken läuteten und sich die Menschen in den Armen lagen. Sie können aus eigener Erfahrung von einem Berlin erzählen, das nach Jahren zwischen Trümmern und Leid nun so ganz anders war als zuvor. Sie berichten von der Weimarer Republik, vom Kampf ums Überleben während des Zweiten Weltkriegs, vom Handeln auf dem Schwarzmarkt und dem Wiederaufbau.

Die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg fördert das Projekt. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Verlag Berlin-Brandenburg, bei dem auch das erste Buch „100 Jahre in Berlin – Generation Kaiserzeit erzählt“ erschienen ist.

Infos unter www.100jahreinberlin.de, 20.09., 18 Uhr, Theater Morgenstern, Rheinstraße 1, Eintritt 5 Euro