Schwule Bar

Kultbar „Hafen“ an der Motzstraße darf bleiben

Nach langer Unsicherheit wurde der Mietvertrag für die schwule Bar in Schöneberg um zehn Jahre verlängert.

Für die Schöneberger Bar "Hafen" geht es weiter. Eineinhalb Jahre war die Zukunft der Kultkneipe unsicher.

Für die Schöneberger Bar "Hafen" geht es weiter. Eineinhalb Jahre war die Zukunft der Kultkneipe unsicher.

Foto: Hafen-Berlin.de

Mitarbeiter und Freunde der Kultbar „Hafen“ in der Motzstraße können sich freuen: Es geht weiter, der „Hafen“ darf bleiben. Nach langer Unsicherheit wurde der Mietvertrag der schwulen Bar in Schöneberg um zehn Jahre verlängert. Gut eineinhalb Jahre lang wurde miteinander verhandelt.

Der Hauseigentümer hat den Vertrag unter einer Bedingung verlängert: Vertragspartner ist nicht mehr der langjährige Betreiber Ulrich Simontowitz, sondern Sebastian Pagel, bisher Mitarbeiter.

Wer als Betreiber benannt ist, spiele für den weiteren Barbetrieb keine Rolle, sagt Ulrich Simontowitz. Jetzt gehe es ausschließlich darum, gemeinsam weiterzumachen und den „Hafen“ zu stabilisieren. Nachdem so lange unklar gewesen sei, wie es weitergeht, seien viele Gäste irritiert. „Viele Leute dachten, wir hätten jetzt zu“, so Simontowitz. Mit dem erfolgreichen Vertragsabschluss soll wieder voll durchgestartet werden.

Erfolgreiche Solidaritätsbekundung

Anfang des Jahres, zum Stichtag 3. Januar, sollte die Bar sogar geräumt werden. Das taten die Barbetreiber aber nicht und feierten stattdessen eine Solidaritätsparty. Gut 1000 Gäste warben feiernd für den Erhalt der Szenekneipe.

Weil dieser Tag seither ein besonderer im Hafen-Kalender ist, soll der 3. Januar in Zukunft jedes Jahr gefeiert werden. Ulrich Simontowitz ist sich sicher, dass der öffentliche Druck sowie die Unterstützung durch Freunde und Politik zur Rettung des „Hafens“ geführt haben.