Stadtentwicklung

Am Südkreuz sollen zwei Hochhäuser entstehen

Neues Bauvorhaben am Südkreuz: Die GSG will den Gewerbestandort an der Geneststraße erweitern. Ein Hochhaus soll 80 Meter hoch werden.

Die GSG will die Architektur der neuen Gebäude, für die noch keine Bilder öffentlich freigegeben sind,  an dem Mauerwerksfassade aus rotem Klinker des bisherigen Gewerbehofes (Foto)  anpassen.

Die GSG will die Architektur der neuen Gebäude, für die noch keine Bilder öffentlich freigegeben sind, an dem Mauerwerksfassade aus rotem Klinker des bisherigen Gewerbehofes (Foto) anpassen.

Foto: Maurizio Gambarini

Berlin. Am Südkreuz in Schöneberg sollen zwei Hochhäuser entstehen: eines davon 82 Meter hoch, das andere soll mit 42 Meter etwa halb so groß sein. Die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft GSG Berlin will ihren denkmalgeschützten Gewerbehof an der Geneststraße für insgesamt 195 Millionen Euro deutlich erweitern. Der Architekturentwurf stammt von Kleihues + Kleihues.

Pläne auf 75.000 Quadratmeter

Auf einer Brachfläche zwischen den Bahngleisen und dem Gewerbehof, die der Gesellschaft gehört, soll auf knapp 75.000 Quadratmetern ein attraktiver Gewerbe-Standort entstehen. „Wir setzen auf den klassischen Berliner Mix aus produzierendem Gewerbe, Dienstleistungen, Büros, Gastronomie und sozialen Nutzungen“, kündigte Sebastian Blecke, operativer Geschäftsführer der GSG Berlin, an.

Café auf 80 Meter Höhe

Vorgesehen sind vier- bis siebengeschossige Einzelgebäude – und die beiden markanten Bauwerke. Das hö­here der Hochhäuser im Norden markiert den Plänen zufolge das neue Entrée zum GSG- Areal, das durch einen dreiseitig gefassten Stadtplatz zwischen dem Bestandsbau und der Erweiterung aufgewertet werden soll. Auf 80 Metern Höhe ist nach derzeitigem Stand ein Café geplant, das öffentlich zugänglich sein soll.

Die Gewerbehof-Typologie soll durch offene Höfe erweitert werden. Die Architektur mit großen Fenstern und Fassaden aus rotem Backstein orientiert sich an typischen Berliner Etagen-Fabrikbauten des 19. Jahrhunderts.

Baukollegium: Höhen nachvollziehbar und gelungen

Die Pläne für das Areal ließ sich jetzt das Baukollegium vorstellen. In dem Gremium beraten sechs unabhängige Experten mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher Projekte von gesamtstädtischer Bedeutung. Das Gesamturteil des Baukollegiums: Plastizität, Skulpturalität und Höhenentwicklung seien nachvollziehbar und gelungen.

Pläne müssen überarbeitet werden

Die Hochhäuser sollten sich allerdings stärker unterscheiden, das höhere Gebäude soll als Identifikationspunkt deutlicher betont werden. Änderungswünsche gab es auch für den nördlich gelegenen Eingangsbereich. Der Hof sollte geschlossen werden. Langfristig sollte die Verbindung zum Bahnhof Südkreuz verbessert werden, etwa über eine Fußgängerbrücke.

Baustadtrat Oltmann: Bezirk begrüßt Vorhaben

Jörn Oltmann (Grüne), Baustadtrat in Tempelhof-Schöneberg, sagte auf Anfrage: „Der Bezirk begrüßt das Vorhaben am Südkreuz sehr.“ Oltmann schließt sich der Empfehlung des Baukollegiums an, den Platz architektonisch zu schließen.