Mieten in Berlin

Tempelhof-Schöneberg entscheidet über Vorkaufsrecht

Betroffen wären drei Häuser an der Schöneberger Gleditschstraße - und Dutzende Haushalte.

Beim Vorkaufsrecht geht es unter anderem um dieses Haus an der Gleditschstraße 43.

Beim Vorkaufsrecht geht es unter anderem um dieses Haus an der Gleditschstraße 43.

Foto: Gudrun Mallwitz

Wieder könnte ein Berliner Bezirk für moderate Mieten aktiv werden. Das Bezirksamt von Tempelhof-Schöneberg will am heutigen Montag darüber entscheiden, ob es das Vorkaufsrecht für eine Reihe von Wohngebäuden wahrnimmt. Das berichtet "Inforadio". Betroffen sind demnach drei Häuser an der Schöneberger Gleditschstraße. Dort wehren sich Mieter dagegen, dass die Gebäude an Investoren verkauft werden.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) haben angekündigt, dass sie die Mietergemeinschaft unterstützen wollen. Schöttler sagte, das Bezirksamt setze sich sehr dafür ein, dass die Mieten in der Gleditschstraße bezahlbar bleiben und es nicht zu Eigenbedarfskündigungen kommt.

An der Gleditschstraße 39-43 sind 36 Mietparteien betroffen. Die dort lebenden Menschen zwischen Kinder- und Seniorenalter leben zum Teil seit 50 Jahren im Gebäudekomplex. Die Mieter erklärten, dass es vor dem Stichtag am Montag mehrere Gespräche mit Baustadtrat Oltmann im Rathaus gegeben habe. Dabei sei "deutlich die Bereitschaft der Politik, die Mieter zu unterstützen" erkennbar gewesen. Dem Hoffest am vorvergangenen Wochenende war an der Gleditschstraße eine Protestaktion vorausgegangen.