Lesbisch-Schwules Stadtfest

Schöneberg feiert im Zeichen der Regenbogenflagge

Das Lesbisch-Schwule Stadtfest ist das größte Straßenfest seiner Art in Europa. Am Wochenende geht es wieder los.

Das Lesbisch-Schwule Stadtfest zieht hunderttausende Besucher an.

Das Lesbisch-Schwule Stadtfest zieht hunderttausende Besucher an.

Foto: Carsten Koall / dpa

Schöneberg.. Berliner und Besucher der Hauptstadt feiern am kommenden Wochenende gemeinsam mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) im traditionellen Schöneberger Schwulen-Kiez das größte Straßenfest seiner Art in Europa. Im vergangenen Jahr haben über 350.000 Menschen das beliebte Motzstraßenfest besucht. Hier die wichtigsten Informationen zu dem zweitägigen Event.

Von wann bis wann wird gefeiert?

Das Programm startet am Sonnabend, 20. Juli, und Sonntag, 21. Juli, jeweils um 11 Uhr am und um den Nollendorfplatz in Schöneberg. Am Sonnabend endet das Bühnenprogramm um 23 Uhr, am Sonntag um 21 Uhr.

Gibt es eine offizielle Eröffnung?

Die offizielle Eröffnung des Stadtfestes nimmt frühere Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Sonnabend auf der Stadtfestbühne an der Eisenacher/Ecke Fuggerstraße um 16.30 Uhr vor. Es gibt übrigens sechs Bühnen. Anschließend wird der Rainbow-Award an das Modellprojekt „All included“ des Jugend Museums verliehen. Damit zeichnet der „Regenbogenfonds e.V.“ Personen und Gruppen aus, die sich um lesbisch-schwule Belange verdient gemacht haben.

Das Motto des 27. Stadtfestes?

Unter dem Leitspruch „Gleiche Rechte für Ungleiche! Weltweit!“ veranstaltet der Regenbogenfonds der schwulen Wirte e. V. jedes Jahr am dritten Wochenende im Juli das „Fest der Liebe“, das für Offenheit und Vielfalt stehen soll. In diesem Jahr wird mit dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts!“ Solidarität gegen Faschismus und Rechtspopulismus eingefordert.

Was sind die Programm-Highlights?

Auf den 20.000 Quadratmetern zwischen Motz-, Eisenacher-, Fugger- und Kalckreuthstrasse präsentieren Vereine und Organisationen das breite Spektrum lesbischer, schwuler, bisexueller und transidentischer Projekte und Themen. Die sechs Stadtfestwelten beschäftigen sich an beiden Tagen mit folgenden Themen: Filmwelt, Radiowelt, Sportwelt, Politikwelt, Positivenwelt und Wellness- und Gesundheitswelt.

Wie sieht das konkret aus?

Am Sonntag präsentieren zum Beispiel die AOK Nordost und Gesundheit Berlin Brandenburg e.V. unter dem Titel „20m Vorsprung - Berlin gegen Darmkrebs“ Europas größtes begehbares Darmmodell. Anhang der 20 Meter langen Nachbildung erfahren die Besucher Wissenswertes zum Darm. Medizinisches Fachpersonal gibt Tipps zur rechtzeitigen und richtigen Vorsorge.

Was bietet das Bühnen-Programm?

Zu den Höhepunkten gehört die Promi-Talkshow „Das wilde Sofa“ live auf der Bühne an der Eisenacherstraße. Gerhard Hoffmann und seine Assistentinnen Tilly Creutzfeldt-Jakob und Giselle d´Apricôt diskutieren am Sonnabend zwischen 15.30 Uhr und 16.30 Uhr mit prominenten Gästen aus Politik und Kultur. Auf dem Sofa sitzt dieses Mal unter anderem Juso-Bundeschef Kevin Kühnert. Auch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) wird dabei sein.

Was ist musikalisch angekündigt?

Ein buntes Programm von Rock bis Pop. An der Fuggerstraße präsentieren die „FrauenLesbenTrans*Bühne“ und die Bühne „Queere Medien“ ein Programm aus der lesbischschwulen Kleinkunstszene. Am Sonnabend, 17,45 Uhr treten die Querplattler, schwule Schuhplattler aus Berlin auf. In der Motzstraße ist die „Connection-Bühne“ (House und Techno) zu finden, der „Kiss FM“-Bühne (Rock) und der „Sunshine live“-Bühne (Elektro).

Mehr Infos gibt es hier