Rathaus Schöneberg

Regenbogenflaggen werden vor Lesbisch-Schwulem Fest gehisst

Vor dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest hisst Bürgermeisterin Schöttler Regenbogenflaggen. Warum ihr das besonders wichtig ist.

Die Regenbogenfahne gilt seit den 1970er Jahren als Symbol für die Rechte von Schwulen und Lesben – und inzwischen auch für transidente Menschen.

Die Regenbogenfahne gilt seit den 1970er Jahren als Symbol für die Rechte von Schwulen und Lesben – und inzwischen auch für transidente Menschen.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Schöneberg. Vor dem Rathaus Schöneberg wird Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) am kommenden Donnerstag, 18. Juli, um 13 Uhr auf dem John-F.-Kennedy-Platz die Regenbogenflaggen hissen – wie jedes Jahr vor dem Lesbisch-Schwulen Straßenfest rund um Nollendorfplatz und Motzstraße. Mit dabei sein werden Gerhard Hoffmann vom Regenbogenfonds e. V. und zahlreiche Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft.

Hunderttausende werden erwartet

Zur 27. Ausgabe des beliebten Festes am Sonnabend, 20. Juli und Sonntag, 21. Juli, werden wieder Hunderttausende Besucher erwartet. Geplant sind an den zwei Tagen ein Bühnenprogramm, Partys und Diskussionen mit Prominenten, außerdem informieren zahlreiche Projekte und Vereine über ihre Arbeit. Das Motto: „Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit“.

Angelika Schöttler: Flagge nicht nur Zeichen für Spaß

Bezirksbürgermeisterin Schöttler sagte: „Das offizielle Hissen der Regenbogenflaggen vor dem Rathaus Schöneberg ist für mich immer ein besonderer Anlass, denn dann steht das Lesbisch-Schwule Stadtfest kurz bevor.“ Auch sie werde wieder an dem Fest teilnehmen.

„Die Flagge zu hissen, ist aber nicht nur ein Zeichen für Spaß und gute Laune“, unterstrich Schöttler. „Gerade in diesem Jahr, in diesen Wochen, wo sich gewalttätige Übergriffe auf schwule, lesbische oder transidente Menschen leider wieder häufen, ist dies ein wichtiges Zeichen für die Sichtbarkeit der queeren Community und deren Unterstützung durch das Bezirksamt“, unterstrich Schöttler. „Aus diesem Grund lade sie alle ein, die sich für eine offene und bunte Nachbarschaft engagieren, am Hissen der Regenbogenflaggen zu beteiligen.“ Transidente Menschen fühlen sich nicht dem Geschlecht zugehörig, das ihnen bei Geburt zugewiesen wird.

Angriffe auch in Tempelhof-Schöneberg

In den vergangenen Wochen haben sich Angriffe mit homofeindlichem Hintergrund in Berlin gehäuft. In Tempelhof war zum Beispiel ein lesbisches Pärchen erst beleidigt und dann auch körperlich attackiert worden, und im Schöneberger Norden soll es mindestens zwei Reizgasattacken gegeben haben.