Brandschutzmängel

Flughafen Tempelhof braucht Brandwachen rund um die Uhr

Am Flughafen Tempelhof gibt es massive Brandschutz-Mängel. Polizei und Verkehrslenkung sind am meisten betroffen.


Blick auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof.

Blick auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof.

Foto: euroluftbild.de/Grahn

Tempelhof.  Am Flughafen Tempelhof gibt es massive Probleme mit dem Brandschutz. Dies habe sich bei Untersuchungen herausgestellt, sagte Irina Dähne, Sprecherin der für das Gebäude zuständigen Tempelhof Projekt GmbH, am Dienstag. Damit das größte Baudenkmal Europas weiter genutzt werden kann und Teile nicht sofort gesperrt werden müssen, wurden als Sofortmaßnahmen Brandwachen eingesetzt. „Vier Brandstreifen, insgesamt elf Personen, sind rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche im Gebäude unterwegs“, erläuterte die Sprecherin auf Anfrage. Laut Pressemitteilung würden die Brandwachen die Polizeiflächen sichern.

Polizei und Verkehrslenkung betroffen

Die größten Probleme mit dem Brandschutz bestehen laut der landeseigenen Tempelhof-Projekt-Gesellschaft bei den Flächen der Polizei, die mit rund 42.000 Quadratmetern der größte Mieter dort ist. Auch die Räume der Verkehrslenkung sind betroffen. In dem sanierungsbedürftigen Gebäude sind derzeit rund 80 Mieter untergebracht, die Unternehmen und Einrichtungen bieten etwa 2000 Arbeitsplätze. „Der Gebäudezustand erfordert Umdenken und schnelles Handeln“, betonte Dähne.

Betriebssicherheit gewährleisten

Um die anstehende Sanierung im früheren Flughafengebäude voranzutreiben, wurden 2018 Untersuchungen eingeleitet, die bei der Bausubstanz einen hohen Umfang an kurz- und langfristigen Handlungsbedarfen gezeigt haben. „Wir fahren zweigleisig“, sagte die Sprecherin. „Um die Betriebssicherheit der Räume der Polizei und aller nicht den heutigen Brandschutzanforderungen entsprechenden vermieteten Flächen herzustellen, sind sofortige Maßnahmen zum Weiterbetrieb veranlasst worden, zugleich aber auch weitere Untersuchungen und Gutachten und anschließende bauliche Mängelbeseitigungen.“

Ziel sei es, die Arbeitsfähigkeit der Polizei und weiterer Nutzer und Mieter zu erhalten und alle betroffenen Flächen in den nächsten Jahren in einen baurechtlich und brandschutzrechtlich einwandfreien Zustand zu versetzen.

Mittelfristig werde eine schrittweise Generalsanierung des Gebäudes in Bauteilen vorbereitet. Dazu werde ein Maßnahmen-, Zeit- und Kostenplan erarbeitet.