Modellprojekt

Friedenau erprobt neue Form der Bürgerbeteiligung

Der Bürgerinnenrat ist ein Modellprojekt, das vom Land Berlin gefördert wird. Anwohner sollen sich so einbringen können.

Der Cosimaplatz in Friedenau (Archivbild)

Der Cosimaplatz in Friedenau (Archivbild)

Foto: picture alliance / Arco Images GmbH

Berlin. Der Ortsteil Friedenau bekommt einen Bürgerinnenrat. Er ist ein Modellprojekt, das vom Land Berlin gefördert wird, und Anwohnern ermöglichen soll, ihre Sicht und Hinweise zu Themen der Bezirkspolitik einzubringen. Der Bürgerinnenrat ist ein Format der Beteiligung ähnlich wie Runder Tisch und Zukunftswerkstatt. Er werde später auch in den anderen Ortsteilen von Tempelhof-Schöneberg eingeführt, kündigte Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) an.

In Baden-Württemberg gibt es dieses Format bereits seit 2012. Dort werden zehn bis 12 Bürger einer Kommune nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Sie befassen sich Tage lang mit einem Thema, das der Gemeinde wichtig ist. Ein Moderator begleitet diesen Workshop. Die Ergebnisse werden im Anschluss der Öffentlichkeit präsentiert, im so genannten Bürgerinnencafé. Sie werden auch mit Vertretern der Politik und der Verwaltung diskutiert. Nachdem sich der Gemeinderat mit den Workshop-Ergebnissen befasst hat, löst sich der Bürgerinnenrat wieder auf.

In Friedenau beschäftigt sich der erste Bürgerinnenrat Anfang August mit der Frage „Wie können wir Friedenau lebenswert erhalten und die Zukunft gemeinsam gestalten?“. Die Ergebnisse werden im Bürgerinnencafé am 14. August, 18-20 Uhr präsentiert. Der Ort der Veranstaltung werde noch bekanntgegeben, teilte das Bezirksamt mit.