Asylbewerber

Ab Ende Juni keine Flüchtlinge mehr am Flughafen Tempelhof

Hangars am ehemaligen Flughafen Tempelhof werden bis Ende Juni freigezogen. Derzeit kommen rund 600 Flüchtlinge pro Monat in Berlin an.

Ab dem 30. Juni werden keine Flüchtlinge mehr im Flughafen Tempelhof untergebracht.

Ab dem 30. Juni werden keine Flüchtlinge mehr im Flughafen Tempelhof untergebracht.

Foto: Reto Kla

Berlin.  Im Containerdorf auf dem Tempelhofer Feld werden ab dem 30. Juni keine Flüchtlinge mehr untergebracht sein. Das gab das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) am Montag bekannt. Die derzeit dort noch lebenden 850 Flüchtlinge werden dann auf andere Einrichtungen in Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf verteilt. „So wird sichergestellt, dass die Schulkinder weiter in ihren Schulen unterrichtet werden können“, sagte der Sprecher des Landesamtes, Sascha Langenbach.

600 Flüchtlinge kommen noch jeden Monat an

Das Zentrum für Neuankömmlinge in Tempelhof wird bereits Ende April geschlossen und nach Reinickendorf auf das Gelände der ehemaligen Nervenheilanstalt Karl Bonhoeffer verlegt – zunächst in ein Provisorium. Anfang 2020 soll ein Neubau auf dem Gelände fertiggestellt sein.

Derzeit kommen nach LAF-Angaben noch 600 bis 700 Flüchtlinge pro Monat in Berlin an. Sie werden unter anderem in Modularen Flüchtlingsunterkünften (MuF) untergebracht. Notunterkünfte bestehen in Berlin seit Ende vergangenen Jahres nicht mehr. Derzeit sind 14 dieser MuFs in Betrieb, 14 weitere sind in Planung oder werden gebaut.

Karrieretag des Landesamtes am 27. März

Um die Abläufe der Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung besser zu gestalten, stellt das Landesamt in den kommenden Monaten insgesamt 106 neue Mitarbeiter ein. Dazu veranstaltet das Landesamt am 27. März am Standort Bundesallee einen Karrieretag. Interessierte können sich zwischen 15 und 19 Uhr über die Beschäftigungsmöglichkeiten beim Landesamt informieren. „Wir haben jetzt schon 100 Anmeldungen“, sagte Langenbach.

Insgesamt leben derzeit 22.000 Flüchtlinge in Sammelunterkünften in der Stadt. „Weil die Situation auf dem Wohnungsmarkt so angespannt ist, gibt es zur Zeit kaum Fluktuation“, sagte Langenbach am Montag. Die Flüchtlinge finden keine Wohnung.