Bayerischer Platz

Café Haberland am Bayerischen Platz vorerst geschlossen

Die Berliner Verkehrsbetriebe suchen einen neuen Betreiber für das „Haberland" am Bayerischen Platz in Schöneberg.

Das "Haberland" am Bayerischen Platz (Archivbild).

Das "Haberland" am Bayerischen Platz (Archivbild).

Foto: pa

Berlin. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) suchen einen neuen Gastronomen für das Café „Haberland" im U-Bahnhof Bayerischer Platz in Schöneberg. Es ist seit dem 1. Februar geschlossen. Der bisherige Pächter hat den Betrieb aufgegeben. +

Das Café ist auf der Internetseite der Urbanis GmbH, einer Tochtergesellschaft der BVG, als Mietobjekt ausgeschrieben. „Bezug nach vorheriger Terminabsprache“, heißt es da, und „Miete nach Verhandlung“.

Das Café mit Blick auf den Bayerischen Platz erstreckt sich auf zwei Etagen und verfügt über eine Terrasse. Im Erdgeschoss stehen 60 Quadratmeter, im Obergeschoss 162 Quadratmeter zur Verfügung. Der Pavillon entstand vor etwa sechs Jahren auf dem Dach des U-Bahnhofes, als die BVG die Station sanierte.

Benannt ist das Café nach Salomon und Georg Haberland, den Gründern des Bayerischen Viertels. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und entwickelte sich zu einem der beliebtesten und schönsten Wohnquartiere in Berlin. Eine Dauerausstellung im Café informiert mit Kurzfilmen und Berichten über das jüdische Leben im Quartier. Berühmte Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Erich Fromm und Rudolf Breitscheid waren dort zu Hause. Wer das Viertel erkunden will, findet Tipps in der Ausstellung.

Diese Schau soll auch während der Suche nach dem neuen Gastronomen zugänglich sein. Ein ehrenamtlicher Besucherdienst sei bis auf Weiteres mittwochs, 14-16 Uhr, im Café anzutreffen, teilte das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit. Interessierte könnten sich für einen Besichtigungstermin unter info@quartierbayerischerplatz.de anmelden.

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