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CDU fordert Böllerverbot für die Pallasstraße

Nach den Ausschreitungen zu Silvester und Halloween fordert die CDU Tempelhof-Schöneberg ein Böllerverbot für die Pallasstaße.

An der Pallasstraße in Schöneberg kommt es Halloween und Silvester (im Bild) regelmäßig zu Krawallen. Die Polizei rückt an bestimmten Tagen nur noch mit Verstärkung in den Kiez vor.

An der Pallasstraße in Schöneberg kommt es Halloween und Silvester (im Bild) regelmäßig zu Krawallen. Die Polizei rückt an bestimmten Tagen nur noch mit Verstärkung in den Kiez vor.

Foto: RubyImages/M. Golejewski

Berlin. Die CDU Tempelhof-Schöneberg fordert ein Böllerverbot für die Pallasstraße. Grund sind die massiven Ausschreitungen zu Silvester und Halloween. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass bei den Halloween-Krawallen im vergangenen Jahr auch zwei Brandsätze entdeckt worden waren. Einer der beiden Brandsätze war eine modifizierte Gasflsche. Die Polizei schätze den Eigenbau als Gefahr für Leib und Leben ein.

Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg fordert nun, zum kommenden Jahreswechsel das Abbrennen von Feuerwerk und Zünden von Böllern rund um die Pallasstraße und Potsdamer Straße testweise zu verbieten. "Die aktuell bekanntgewordenen Ausmaße der Ausschreitungen um "Halloween" unterstreichen die Notwendigkeit unseres Anliegens - es darf nicht erst ein Polizist schwer verletzt oder gar getötet werden, bevor hier entschieden gehandelt wird", sagte Harald Sielaff, Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten der BVV Tempelhof-Schöneberg.

Rechtliche Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden

Die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten müssten unbedingt genutzt werden, um Böllern und Feuerwerk in diesem Bereich zu verbieten, da unter dem Deckmantel der Feiern zum neuen Jahr regelmäßig Polizei und Rettungskräfte angegriffen würden", sagte Matthias Steuckardt, Vorsitzender der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Auch beim zurückliegenden Jahreswechsel gab es wieder Attacken auf Polizisten. Ein Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert, zeigt Böllerwürfe auf Beamte und heftige Beleidigungen. Laut Polizei wurden dort in der Silvesternacht erneut aus einer größeren Gruppe heraus Polizisten und Passanten gezielt mit Feuerwerkskörpern beschossen. Zwei junge Männer (16 und 17 Jahre alt) wurden wegen Landfriedensbruchs festgenommen und nach der Feststellung der Personalien ihren Eltern übergeben. Das Video zeigt die Festnahme von einem der jungen Männer. Die Beamten werden verbal attackiert, gefilmt und mit Böllern beworfen. Männer schreien auf Deutsch „Hurensöhne“, schimpfen auf Arabisch und verfolgen die Beamten.

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