Neue Arbeitsplätze

Netzgesellschaft zieht auf Euref-Campus am Südkreuz

Die Netzgesellschaft hatte ihren Sitz in Mitte an der Spandauer Brücke.  Sie gilt als eine der größten Verteilnetzbetreiber bundesweit.

Foto: Euref AG

Berlin. Die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) will mit ihrer Firmenzentrale auf den Euref-Campus am Südkreuz ziehen. „Wir begrüßen außerordentlich, dass am 21. Dezember der Mietvertrag unterschrieben worden ist“, sagte Karin Teichmann, Vorstandsmitglied der Euref-AG am Donnerstag der Berliner Morgenpost.“ Das bedeutet 400 neue Arbeitsplätze auf dem Campus. Die 2006 gegründete Netzgesellschaft hatte bislang ihren Sitz in Mitte an der Spandauer Brücke. Sie gilt als eine der größten Verteilnetzbetreiber bundesweit.

Der Neubau mit dem Campus 1 und 2 soll vorne an der Torgauer Straße errichtet werden und dem Campus so sein künftiges Gesicht geben. Daneben baut die Gasag bereits ihre Unternehmenszentrale. Vorgesehen ist an dem Gebäude für die Netzagentur eine Solarfassade, um Sonnenenergie nicht nur über das Dach zu gewinnen.

Zusätzlicher Verkehr ist kein Problem

Wie Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) am Mittwoch vor dem Stadtentwicklungsausschuss des Bezirks mitteilte, wurde eine wichtige Hürde für das Vorhaben genommen: Aus Sicht der Vekehrssenatsverwaltung kann die Torgauer Straße den damit zusätzlich entstehenden Verkehr aufnehmen. „Die Verkehrsverwaltung schätzt ein, dass sich das Verkehrsaufkommen um etwa 300 Fahrten pro Werktag unwesentlich erhöht“, sagte Oltmann der Berliner Morgenpost.

In der Spitzenstunde seien dies 19 Fahrzeuge mehr als bei der bislang geplanten Erweiterung auf dem Gelände, zudem werde mit 39 Fußgängern und Radfahrern gerechnet. Damit stelle auch der zusätzlich Verkehr an den Einmündungen, etwa vom Sachsendamm in die Torgaues Straße kein Problem darstelle.

Die für Verkehr zuständige Bezirksverwaltung müsse nun dafür sorgen, dass die Torgauer Straße wie beschlossen zügig zur Fahrradstraße ausgebaut werde, auf der Radfahrer und Fußgänger Vorrang vor Autos haben, betonte der Baustadtrat. Auf dem Campus sind keine weiteren Parkplätze geplant. Dort gilt bereits jetzt nur Tempo 10.

Fertigstellung ist für Mitte 2021 geplant

Oltmann zeigte sich optimistisch, dass die Baugenehmigung für den Bauantrag demnächst erteilt werden kann. „Es fehlen nur noch ein paar Unterlagen“, so der Stadtrat. Der Mietvertrag enthält laut Euref-Vorstandsmitglied Teichmann eine Klausel, wonach er erst gültig ist, wenn der Bauantrag genehmigt ist. „Mit dem Bau soll unverzüglich nach Erteilung der Baugenehmigung beginnen, also vermutlich spätestens zum 1. März“, sagte Teichmann der Morgenpost. Die Fertigstellung ist für Mitte 2021 geplant.

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