Stadtentwicklung

KaDeWe macht Kunst mit der Abrissbirne

Eine Lichtinstallation kündigt auf der Brücke über der Passauer Straße den Abriss des KaDeWe-Parkhauses an. Es entsteht ein Neubau.

Die KaDeWe-Brücke zieht über eine Video- und Soundinstallation  die Blicke auf sich.

Die KaDeWe-Brücke zieht über eine Video- und Soundinstallation  die Blicke auf sich.

Foto: Kunstinstallation Vincent Mosch / SIGNA Real Estate Gruppe

Berlin. Hell erleuchtet präsentiert sich die KaDeWe-Brücke über der Passauer Straße in der City West. Zu bestaunen ist derzeit eine temporäre Video- und Soundinstallation des Berliner Ateliers Mader Wiermann. Sie soll auf den bevorstehenden Abbruch des KaDeWe-Parkhauses hinweisen. An dessen Stelle plant die Signa Gruppe einen Neubau mit Büro- und Handelsflächen. Ein fünfminütiger Film bespielt täglich die zur Tauentzienstraße gerichtete Brückenfassade, ab 16.30 bis 24 Uhr sind verschiedene Motive aus der Bauwirtschaft zu sehen.

Animationen von überdimensionierten Bohrern


„Mit Animationen von überdimensionierten Bohrern, einem Abrissbagger, der später auch tatsächlich zum Einsatz kommt, Abrissbirnen und Transportlastern wollen wir spielerisch auf den bevorstehenden Abbruch des KaDeWe-Parkhauses hinweisen“, sagt Timo Herzberg, Vorstand der Signa. Die vom Unternehmer
René Benko 1999 gegründete Sigma Gruppe ist eine privat geführte Industrieholding in den Bereichen Real Estate und Retail. Sie besitzt in den Toplagen zahlreiche Immobilien wie das KaDeWe und den UPPER WEST Tower in Berlin, das Goldene Quartier mit dem Park Hyatt Hotel in Wien, die Alte Akademie in München oder das Alsterhaus und die Alsterarkaden in Hamburg.

Parkhaus noch bis 31. Januar geöffnet


Im Februar sollen die Vorbereitungen für die Abbrucharbeiten am Parkhaus und der Brücke beginnen. Das Parkhaus kann noch bis 31. Januar regulär genutzt werden. Danach können die Kunden laut Signa unter anderem auf das Parkhaus P 2 gegenüber oder das Karstadt-Kaufhaus am Kudamm 231 ausweichen.
Geplant ist statt des Parkhauses ein Gebäude, das sich über die gesamte Fläche des Grundstücks Passauer Straße 1-3 erstreckt. Im mittleren Teil des Grundstücks ist ein Hochhaus mit zwölf Geschossen geplant, dessen Höhe sich am KaDeWe-Bau orientiert. Die Dächer der Gebäude sollen begrünt und können zum Teil als Terrassen genutzt werden.

Neubau mit Büro- und Handelsflächen

Im Untergrund entsteht laut Signa eine fünfgeschossige öffentliche Tiefgarage mit über 400 Parkplätzen, die dann den Kunden des KaDeWe zur Verfügung steht. Der Neubau soll über rund 20.000 vermietbare Fläche verfügen. Im Erdgeschoss, ersten Obergeschoss sowie im ersten Untergeschoss sind Handelsflächen vorgesehen. In den darüber liegenden Etagen werden Büros untergebracht – außerdem sind natürlich Ladengeschäfte vorgesehen. Die Baugrube soll noch in diesem Jahr ausgehoben werden.

The KaDeWe Group betreibt mit dem KaDeWe in Berlin, dem Alsterhaus in Hamburg und dem Oberpollinger in München die bekanntesten Warenhäuser Deutschlands. gma