Suchthilfe

Bezirksamt geht gegen Spritzen auf Spielplätzen vor

Damit Drogenbesteck nicht auf Spielplätzen landet, werden In Tempelhof-Schöneberg an acht Orten Abwurfbehälter für Spritzen aufgestellt.

Archivbild

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Foto: Maurizio Gambarini

Berlin. Die Beschwerden häufen sich: Auf Spielplätzen und in den Parks von Tempelhof-Schöneberg wird verstärkt benutztes Drogenbesteck gefunden. Das Bezirksamt lässt daher bis zum Jahresende an acht Standorten Spritzen-Abwurfbehälter aufstellen. "Dies soll zu einer Entlastung des öffentlichen Raums und zur Verminderung des Gesundheitsrisikos für Parkbesucher und spielende Kinder führen", heißt es im Bericht, den Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD) dem Gesundheitsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung jetzt vorlegte.

Die einzelnen Standorte stehen fest

Nach der Liste sollen die Behälter an folgenden Orten angebracht werden:

Am S-Bahnhof Tempelhof hinter der Walltoilette, im Nelly-Sachs-Park sowie am Parkplatz Bülow/Ecke Yorckstraße,ebenfalls an der Walltoilette.

Außerdem sollen Behälter installiert werden: am U-Bahnhof Yorckstraße hinter dem Aufzug in der Böschung vor dem Hellweg Parkplatz, am U-Bahnhof Kurfürstenstraße/12-Apostel-Kirche, neben dem Spritzenverkaufsautomaten sowie am U-Bahnhof Bülowstraße Unter der Hochbahn, auch neben dem Spritzenverkaufsautomaten.

Zwei weitere Standorte sind am U-Bahn-Eingang Eisenacher Straße, auf der Fläche neben der Apostel-Paulus-Kirche und im Kurt-Hiller-Park, Richtung U-Bahnhof Kleistpark vorgesehen.

Drogenkonsum-Mobil ab Februar im Einsatz

Der Bezirk hat sich nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung bei der Senatsverwaltung für Gesundheit und Pflege dafür eingesetzt, dass künftig in Tempelhof-Schöneberg ein Drogenkonsum-Mobil Station macht. Ab Februar 2019 soll – wie berichtet – mindestens dreimal wöchentlich das Drogenkonsum-Mobil des Trägers Fixpunkt e.V. unterwegs sein. Die Einsatzorte werden noch zwischen der Senatsverwaltung und der Suchthilfekoordinatorin des Bezirks abgestimmt.

Vereinbarung geschlossen

Das Angebot dieser Drogenhilfe soll von medizinischer Aufsicht während des Konsums über medizinisch-pflegerische Beratung bis zur Vermittlung von Hilfsangeboten reichen. Dazu haben Bezirk und Senat eine Vereinbarung abgeschlossen.

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