Förderung

Dregger: Unternehmensnetzwerke sollen Zukunftsorte werden

Berlins CDU-Fraktionschef fordert anlässlich des Besuchs in Marienfelde eine stärkere Förderung durch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop.

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger (3.v.l.) besuchte das Unternehmernetzwerk Motzener Straße in Marienfelde. 

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger (3.v.l.) besuchte das Unternehmernetzwerk Motzener Straße in Marienfelde. 

Foto: Unternehmernetzwerk Motzener Straße

Berlin. Der CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, fordert von Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), auch die Standorte der Berliner Unternehmensnetzwerke als Zukunftsorte anzuerkennen und zu fördern. Netzwerkstrukturen sind unverzichtbare Voraussetzungen, wenn man den industriellen Bestand pflegen, aber auch Innovationen fördern will", sagte Dregger nach einem Besuch des "UnternehmensNetzwerks Motzener Straße" im Industriegebiet in Marienfelde.

Siemens-Campus als Zukunftsort vorgesehen

Zukunftsorte sind Standorte, an denen Netzwerkstrukturen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft existieren oder geschaffen werden sollen. Sie werden besonders gefördert, da der Austausch und die Kooperationen von Wirtschafts-, Forschungs-, und Technologieeinrichtungen die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft erhöhen. Als Zukunftsorte gelten in Berlin unter anderem der Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof, der Biotech-Campus Berlin-Buch, der Campus Charlottenburg/ City West, der Clean Tech Business Park Berlin-Marzahn und der EUREF-Campus Schöneberg, aber auch der Flughafen Tegel als Urban-Tech-Standort und der Flughafen Tempelhof als Standort für Kreativwirtschaft. Der künftige Siemens-Campus in Spandau ist als Zukunftsort vorgesehen.

"Netzwerkstandorte setzen auf Zukunft"

„Das Gewerbegebiet in der Motzener Straße besteht seit mehr als 50 Jahren als traditioneller Industriestandort, der aber auf Initiative der ansässigen Unternehmen im Netzwerk in allen Bereichen voll auf Zukunft setzt", betonte Dregger. "Die Netzwerkstandorte wie in der Motzener Straße stehen den vom Senat definierten Zukunftsorten wie Adlershof oder dem EUREF-Campus in Schöneberg in nichts nach." Er forderte: "Frau Pop muss also auch von Netzwerken getragene Wirtschaftsstandorte zu Zukunftsorten erklären.“

Betriebe im Gewerbegebiet Motzener Straße erweitern

Unternehmensvertreter berichteten über die Situation der Betriebe und über aktuelle Bauvorhaben. So erweitern der Kfz- Elektronikteilehersteller ROKA und die innovative Kunststoffspritzerei INDIA Dreusicke derzeit ihre Fertigungsstätten. Dabei werde besonders auf Nachhaltigkeit geachtet. Künftig soll Erdwärme oder die Abwärme aus der Produktion zum Heizen genutzt werden. Der Einsatz von LED spare Energie bei der Beleuchtung der neuen Produktionshallen. Außerdem werden Blockheizkraftwerke errichtet.

Ziel ist es, emissionslos zu produzieren

„Mit seiner Initiative Null Emission bis 2050 hat der Standort Motzener Straße ein Projekt an den Start gebracht, das Pilotprojekt für die ganze Stadt sein könnte", unterstrich Dregger. Im Berliner Energie- und Klimaprogramm ist die Errichtung eines Null Emissions Gewerbeparks dagegen bislang nur vorgesehen. "In der Motzener Straße kann man bereits sehen, wie er sich entwickelt, noch dazu auf Eigeninitiative der Firmen vor Ort", sagte Dregger. Mit engen Kontakten zu Berliner Hochschulen fördere das Netzwerk zudem den nötigen Austausch mit der Wissenschaft. Auch hier stünden die Zeichen auf Zukunft“, so Dregger.

„Ganz Berlin ist ein Zukunftsort, das zeigt die dynamische wirtschaftliche Entwicklung mit einem Wachstum über Bundesdurchschnitt“ , sagte der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Energie, Henner Bunde auf Anfrage der Berliner Morgenpost. „Das Industriegebiet Motzener Straße leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Die 'Zukunftsorte' in der engeren Definition verbinden aber vor Ort Wissenschaft und Forschung mit Wirtschaft“, kommentierte die Wirtschaftssenatsverwaltung.

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