Parkplätze

Schöneberg Nord: 120 Parkautomaten und 1600 Schilder fehlen

Gudrun Mallwitz
120 Parkscheinautomaten für den Bezirk lassen auf sich warten.

120 Parkscheinautomaten für den Bezirk lassen auf sich warten.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Die Parkautomaten kommen später. Grund für die Verzögerung der Parkraumbewirtschaftung sind Lieferengpässe der beauftragten Firmen.

Schöneberg. Die geplante Parkraumbewirtschaftung im Schöneberger Norden verzögert sich. „Wir wollten die Parkautomaten und die Schilder bis Ende des Jahres aufgestellt haben, doch das werden wir nicht schaffen“, sagte die Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Grüne) am Mittwoch der Berliner Morgenpost. Grund seien Lieferschwierigkeiten der Firmen. „Weder die Automaten noch die Schilder können pünktlich geliefert werden“, beklagte die für Ordnungsangelegenheiten und Verkehr in Tempelhof-Schöneberg zuständige Stadträtin.

Über 120 Parkautomaten sollen aufgestellt und mehr als 1600 Verkehrszeichen montiert werden. Vorgesehen war bislang, dass die Parkraumbewirtschaftung in der „zweiten Jahreshälfte 2018“ nach langer Vorbereitung startet. Denn bereits vor zwei Jahren hatte die Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, dass die Parker im Bereich zwischen Kurfürstenstraße und Hohenstaufen-/Pallasstraße zur Kasse gebeten werden sollen.

Besser Parkplätze finden am Nollendorfplatz

Anwohner können Parkausweise beantragen und finden nun künftig vermutlich auch um den Nollendorf- und Winterfeldtplatz leichter einen Parkplatz. Die CDU-Fraktion hatte sich damals enthalten. Sie lehnt die Parkraumbewirtschaftung zwar nicht grundsätzlich ab, forderte aber eine Bürgerbefragung.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Straßen und Verkehr, Karsten Franck (AfD) macht für die Verzögerung auch die Behörden verantwortlich. Die Planungen für die Standorte der Automaten seien innerhalb des Bezirks nicht richtig abgestimmt gewesen. „Es musste noch umgeplant werden“, so Franck.

Die Bezirksverordnetenversammlung hat das Bezirksamt im Herbst beauftragt, weitere Parkraumbewirtschaftungszonen zu prüfen: Die innerhalb des S-Bahn-Rings gelegenen Gebiete, die noch nicht bewirtschafteten Teile Friedenaus und Süd-Schönebergs westlich der Wannseebahntrasse, den Tempelhofer Damm und angrenzende Bereiche zwischen Stadtring und Ullsteinstraße.

Mehr zum Thema:

Senatorin hält nichts von Fahrverboten auf der A 100

Wie Inkassobüros an Knöllchen deutscher Urlauber verdienen

Anwohner fordern Parkraumbewirtschaftung für Nord-Neukölln