Sanierung

In diese Schulen fließt das meiste Geld

Während der Herbstferien laufen an 15 Schulen in Tempelhof-Schöneberg umfangreiche Sanierungen. Das sind die Top-Investitionen.

An der Paul-Klee-Grundschule in Tempelhof wird schon seit längerer Zeit gebaut. Auch in den Herbstferien laufen die Arbeiten. 

An der Paul-Klee-Grundschule in Tempelhof wird schon seit längerer Zeit gebaut. Auch in den Herbstferien laufen die Arbeiten. 

Foto: Joerg Krauthoefer

Berlin. An den Berliner Schulen wird auch während der Herbstferien intensiv gearbeitet. Nein, nicht gebüffelt, sondern kräftig gebaut. Die Schülerinnen und Schüler sind noch diese Woche weg, der Unterricht beginnt erst wieder am kommenden Montag, 5. November. Auch in Tempelhof-Schöneberg laufen derzeit Bauarbeiten an 15 Schulen, in diesem Jahr sollen dort gut 12 Millionen Euro investiert werden. Die meisten Arbeiten werden nach den Ferien daher noch nicht abgeschlossen sein.

Wo am meisten gebaut wird:

Wer wissen will, was an seiner Schule in Tempelhof- Schöneberg derzeit passiert, bekommt hier einen Überblick darüber:

Auf PLATZ 1 der umfangreichen Arbeiten steht die Marienfelder Grundschule. Dort sollen in diesem Jahr 5,8 Millionen Euro verbaut werden. Auf dem Programm stehen die Sanierung der Fachräume, Brandschutzarbeiten, außerdem soll Barrierefreiheit geschaffen werden. Zudem wird die Fassade saniert.

PLATZ 2 belegt die Ruppin-Grundschule in Friedenau. 1,5 Millionen Euro fließen dort in neue Fassaden und das Dach.

PLATZ 3 der höchsten Investitionen nimmt die Paul-Klee-Grundschule in Tempelhof ein. 953.000 Euro fließen in die weitere Sanierung des Untergeschosses und in die Fassade.

PLATZ 4: Die Georg-von Giesche-Schule in Schöneberg wird für 900.000 Euro hergerichtet. Gearbeitet wird am Kellermauerwerk und in den Klassenräumen im Souterrain.

PLATZ 5 teilen sich die Finow-Grundschule in Schöneberg und die Kiepert-Grundschule in Marienfelde. An beiden Schulen laufen jeweils Arbeiten mit einem Investitionsvolumen von 550.000 Euro in diesem Jahr. An der Finow-Grundschule wird ein Verbindungsgang saniert und es wird die Barrierefreiheit hergestellt. In der Kiepert-Grundschule richten Arbeiter die Fassade her.

Arbeiten an Hortfassade und Fachräumen

Weitere Arbeiten sind an der Scharmützelsee-Grundschule in Schöneberg im Gange. 450.000 Euro werden dort unter anderem in die Strangsanierung investiert; an der Schöneberger Havelland-Grundschule fließen 300.000 Euro in den Verbindungsgang und die Hortfassade; die Fachräume werden an der Löcknitz-Grundschule in Schöneberg für ebenfalls 300.000 Euro hergerichtet, das Hort-Flachdach an der Annedore-Leber-Grundschule in Tempelhof für 200.000 Euro saniert.

Brandschutz und neue Akustikdecken

Außerdem: Am Rheingau-Gymnasium in Friedenau wird die Einfriedung für 150.000 Euro saniert, die Bruno-H.-Bürgel-Schule in Lichtenrade bekommt Brandschutzverbesserungen für ebenfalls 150.000 Euro; verschiedene Sanierungsarbeiten laufen am Rückert-Gymnasium in Schöneberg für 100.000 Euro. Die Mascha-Kaléko-Grundschule in Mariendorf erhält für 80.000 Euro neue Akustikdecken, an der Schule am Berlinickeplatz in Tempelhof wird für 50.000 Euro ein Wasserschaden beseitigt.

Viele Altbauten, hoher Sanierungsbedarf

Die Schulen in Tempelhof-Schöneberg gehören aufgrund ihres sehr hohen Altbaubestandes zu den Bezirken mit dem umfangreichsten Sanierungsbedarf. „So übersteigen die zu veranschlagenden Investitionskosten in den nächsten Jahren an einigen Standorten sogar die 30 Millionen-Euro-Grenze“, sagte Schulstadtrat Oliver Schworck (SPD) der Berliner Morgenpost. Als Beispiel nennt er die Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg. Bei gleichzeitiger Erweiterung werden dort teilweise sogar über 50 Millionen Euro investiert, wie an der Johanna-Eck-Schule in Tempelhof. Aufgrund des hohen Sanierungs- und stark steigenden Schulplatzbedarfs plane der Bezirk aktuell mehr als 40 große investive Schulbaumaßnahmen, kündigt Schworck an.

Über 201 Millionen Euro fließen in Berliner Schulen

In insgesamt 229 Schulen der Stadt laufen über die Ferien und meistens auch darüber hinaus Bauarbeiten, insgesamt sollen 296 Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und damit 201,6 Millionen Euro verbaut werden. „Ferienzeiten werden für den Schulbau genutzt, weil man die Belastung, die unweigerlich durch Baulärm und Staub entsteht, für die Schulen so gering wie möglich halten will“, betont Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Die meisten Herbst-Feriensanierungen finden in Neukölln (35), Pankow (30) und Charlottenburg-Wilmersdorf (28) statt, gefolgt von Reinickendorf (26)und Steglitz-Zehlendorf (20).

Die Baumaßnahmen reichen von der Sanierung von Dächern, Fassaden, Fenstern, Fußböden, Turnhallen, Mensaräumen und Fachräumen bis hin zum Einbau von Aufzügen, Verbesserungen bei Rettungswegen und Brandschutz. Auch werden unter anderem Sanitär- und Heizungsanlagen erneuert.

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