Foto-Reportage

Das Tempelhofer Feld: Eine Liebeserklärung in XXL-Bildern

Foto: Reto Klar

Das Tempelhofer Feld im Spätsommer ist ein magischer Ort. Fotograf Reto Klar hat einen Tag auf dem ehemaligen Flugfeld verbracht.

Berlin. Wer über die Landebahn am Tempelhofer Feld spaziert, dem mag vieles in den Sinn kommen – die Frage zum Beispiel, ob es angesichts der explodierenden Mieten in der Stadt auf dieser riesigen Fläche vielleicht nicht doch Platz für ein paar Wohnhäuser geben könnte.

Aber man muss sich nicht mit den alltäglichen Problemen Berlins beschäftigen, wenn man die beispiellose Aussicht an diesem Ort genießt. Manch einer könnte Reinhard Meys berühmte Hymne „Über den Wolken“ vor sich hin summen – denn ein so großes Stück Himmel spannt sich, wenn man am Boden bleibt, an den wenigsten Orten über Berlin.

Viele assoziieren den Flughafen Tempelhof mit diesem Lied, obwohl es gar nicht von ihm inspiriert ist. Das Lied handelt vom Flugplatz Wilhelmshaven-Mariensiel, wo Reinhard Mey seine Fluglizenz erwarb – er widmete es allerdings später den Anwohnern des Tempelhofer Flughafens.

Sie und viele andere Menschen aus Berlin kann man, wie diese Bilder eindrucksvoll belegen, bei guten Wetter auf dem großen Feld antreffen – sie gehen dort spazieren, sie bauen dort alle möglichen Pflanzen an oder lassen Drachen steigen. Es ist ein Ort mit einer ganz eigenen Poesie.