Berlin-Lichtenrade

Senat sieht keinen Bedarf für Tunnel in Lichtenrade

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Klagen gegen ein Teilstück des Tunnels der „Dresdner Bahn“ in Berlin-Lichtenrade abgewiesen.


Strecke: Die Dresdner Bahn würde Lichtenrade einmal durchschneiden

Strecke: Die Dresdner Bahn würde Lichtenrade einmal durchschneiden

Foto: euroluftbild.de/Robert Grahn / Euroluftbild.de/Robert Grahn

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Klagen gegen ein Teilstück der „Dresdner Bahn“ in Berlin abgewiesen. Die Planungen litten nicht an gravierenden Fehlern, urteilte das Gericht in Leipzig am Donnerstag (Az.: BVerwG 3 A 1.16). Damit ist der Neubau einer oberirdischen Trasse zulässig.

Der Lärmschutz der Anwohner in Berlin-Lichtenrade sei ausreichend gewährleistet. Auch die Prognosen zum künftigen Verkehr auf der Bahnstrecke seien nicht zu beanstanden.

Gegen einen Tunnel, wie ihn die Anwohner gefordert hatten, sprächen die erheblich höheren Kosten und die deutliche längere Bauzeit. Diese hätte sich auf zehn Jahre verlängert. Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, dass mit dem Bau des 2,4 Kilometer langen Abschnittes im Oktober begonnen werden könne.

Bei dem Projekt der Deutschen Bahn geht es darum, die einst demontierte Fernbahntrasse von Südkreuz bis Blankenfelde-Mahlow wiederaufzubauen. Über die neuen Gleise soll sich nicht nur die Fahrzeit der Fernzüge nach Dresden, Prag oder Wien um etwa zehn Minuten verkürzen, sie dienen vor allem einer schnellen Anbindung des Hauptstadtflughafens BER an die Berliner Innenstadt. Anwohner hatten gegen das Projekt geklagt, weil sie dauerhafte Nachteile für die Lebensqualität in Lichtenrade fürchten.

Mehr zum Thema:

Prozess - In Leipzig geht es um die Dresdner Bahn