Schöneberg

Betreiber von Saunaclub sprechen Angehörigen Beileid aus

Auf Facebook veröffentlicht der Club, in dem am Sonntag drei Menschen bei einem Brand starben, eine Beileidsbekundung.

Der Sauna-Club "Steam Works"

Der Sauna-Club "Steam Works"

Foto: Paul Zinken / dpa

Drei Tage nach dem verheerenden Brand in einem Saunaclub in Schöneberg haben die Betreiber des "Steam Works" der Feuerwehr und ihren Mitarbeitern für ihren Einsatz gedankt.

In der Nacht zu Mittwoch schrieben sie auf ihrer Facebook-Seite: "Schweigen ist manchmal der einzige Weg seiner Trauer Ausdruck zu verleihen. Auf diesem Wege möchten wir uns noch einmal bei allem Mitarbeiter und Rettungskräften bedanken, die unter Einsatz ihres Lebens mitgeholfen haben Menschenleben zu retten. In Gedanken sind wir bei Angehörigen und Opfern." Dazu posteten sie das Bild eines Trauerflors mit einer Regenbogenfahne, der am Türgriff des Ladens befestigt ist. Auch auf der Website ist das Foto zu sehen.

Der Club hatte keine Baugenehmigung

Am Sonntagabend war in dem Club ein Feuer ausgebrochen. Die Rettungskräfte mussten sich mühsam durch das labyrinthartige Kellergeschoss mit rund 60 kleinen Räumen vorarbeiten. Insgesamt waren etwa 80 Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge vor Ort. 25 Clubbesucher hatten sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr rechtzeitig ins Freie retten können, für drei Männer kam jede Hilfe zu spät. Sie starben an einer Rauchvergiftung. Später stellte sich heraus, dass einer der Notausgänge verbarrikadiert war. Die Ermittler schließen eine Brandstiftung derzeit aus.

Mittlerweile ist bekannt geworden, dass es für vorgenommene Umbauten keine Baugenehmigung gab. Die aktuellste Baugenehmigung stammt aus dem Jahr 1981. Der Baustadtrat kündigte für Donnerstag einen Vor-Ort-Termin an.

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