Festnahme in schöneberg

Mutmaßlicher IS-Terrorist bleibt in Untersuchungshaft

LKA-Beamte hatten den 27-Jährigen in Schöneberg festgenommen. Er bleibt in U-Haft, jedoch nicht wegen eines dringenden Terrorverdachts.

Am 2. November war Ashraf al-T. in der Schöneberger Kolonnenstraße festgenommen worden

Am 2. November war Ashraf al-T. in der Schöneberger Kolonnenstraße festgenommen worden

Foto: Thomas Peise

Der Anfang November in Schöneberg festgenommene Ashraf al-T. bleibt weiter in Untersuchungshaft. Gegen den 27-Jährigen war ein Haftbefehl wegen Urkundenfälschung ergangen. Ein Ermittlungsrichter bestätigte am Montag diesen Haftbefehl, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der dringende Verdacht der Urkundenfälschung bestehe weiter. Zudem bestehe Fluchtgefahr, weil der Mann keinen festen Wohnsitz habe.

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Der Bundesgerichtshof hatte keine ausreichenden Indizien für einen dringenden Tatverdacht bei Terrorismus gesehen und deshalb keinen Haftbefehl ausgestellt. Ein anderes Gericht erließ aber einen Haftbefehl, weil der Verdächtige einen gefälschten syrischen Pass benutzt haben soll. Der Mann soll nach Medienberichten Tunesier sein. Er kam vor einem Jahr als Flüchtling nach Deutschland. Laut Anwalt weist der 27-Jährige die Terrorvorwürfe zurück.

Die Ermittler hatten dem Mann vorgeworfen, Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu sein und möglicherweise einen Anschlag in Deutschland vorbereiten zu wollen. Konkrete Erkenntnisse gab es dazu nach Angaben von Sicherheitskreisen bislang aber nicht.