Demo in Berlin

Fans von Pokémon Go wollen in Berlin protestieren

Dass sich die Freischaltung von Pokémon Go in den App-Stores für Europa verzögert, wollen Tausende Berliner Fans nicht hinnehmen.

„Pokémon Go“ hat bereits zahlreiche Fans weltweit gefunden. Hier hat jemand auf seinem Smartphone in der App gerade das Pokémon „Pidgey“ entdeckt - in Toronto

„Pokémon Go“ hat bereits zahlreiche Fans weltweit gefunden. Hier hat jemand auf seinem Smartphone in der App gerade das Pokémon „Pidgey“ entdeckt - in Toronto

Foto: CHRIS HELGREN / REUTERS

Unzählige Fans weltweit haben sich bereits das Spiel „Pokémon Go“ auf ihre Smartphones geladen. In Deutschland ist die App aber noch nicht freigegeben. Obwohl sie laut Hersteller Niantic Labs „in den kommenden Tagen“ auch nach Europa kommen sollte, fürchten die Fans eine weitere Verzögerung - und wollen sich das nicht gefallen lassen. Sie planen einen Demonstrationszug in der Stadt - als Aufforderung an den Hersteller, das Programm so schnell wie möglich auch in Europa in die App-Stores zu bringen.

Maurice Köhler hat bei Facebook zu einer entsprechenden Veranstaltung eingeladen. Er organisiere „aufgrund der zahlreichen Nachfragen und als Protest die erste Pokémon Go Tour“, heißt es dort. Der „Protestmarsch gegen die Ländercodesperre“ soll am Sonnabend, 16. Juli, um 19 Uhr stattfinden und vom Eingang des Tempelhofer Feldes zum Alexanderplatz ziehen.

Bis zum späten Dienstagnachmittag hatten bereits mehr als 2000 Menschen bei Facebook ihre Teilnahme zugesagt und weitere 9300 sich als „interessiert“ gemeldet.

Mitbringen solle man laut Veranstalter neben einem geladenen Handy samt Nachlade-Akku „kleine Musikboxen und Taschenlampen“ und auch „Getränke nach Wahl“ und „gegebenenfalls Regenschirme“. Köhler hat die Veranstaltung inzwischen ganz offiziell bei den Behörden angemeldet. "Nun schaut die Öffentlichkeit auf uns", schrieb nur. Er erwarte daher "adäquates Verhalten" und bedanke sich schon jetzt bei der Berliner Polizei für die Unterstützung.

„Pokémon Go“ sorgt für Sprung der Nintendo-Aktie

„Pokémon Go“ war übers Wochenende in den USA zum Hit geworden. In der App werden die populären „Pokémon“-Figuren auf dem Smartphone-Bildschirm in reale Umgebungen eingeblendet. Man kann sie ebenso suchen und sammeln wie Zubehör. Das kann auch mit echtem Geld gekauft werden. Die Aktien von Nintendo waren nach dem erfolgreichen Start am Montag in die Höhe geschnellt.

Das Spiel ist bisher offiziell nur in den USA sowie Australien und Neuseeland verfügbar. Nintendos Pokémon Company und Niantic hatten wegen des Ansturms auf die Server den Start in anderen Teilen der Welt auf unbestimmte Zeit verschoben - zum Ärger der Berliner Fans.

Update: Seit Mittwoch, 13. Juli, ist "Pokémon Go" auch in Deutschland verfügbar. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgesagt.

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