Berlin

Schöneberger Linse: Zuschlag für Bieter mit bestem Konzept

Die Schöneberger Linse – ein teilweise brachliegendes Gewerbegebiet zwischen Bahnhof Südkreuz und S-Bahnhof Schöneberg – soll zu einem attraktiven Quartier mit insgesamt bis zu 1500 neuen Wohnungen, Restaurants, Büros, Geschäften und einem Hotel ausgebaut werden. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat am Dienstag den Bieterwettbewerb für die Vergabe von vier landeseigenen Grundstücken gestartet.

Es ist ein besonderes Verfahren: Nicht der Meistbietende soll den Zuschlag erhalten, sondern der Bieter mit dem besten Konzept für die Nutzung und Bebauung des Areals. „Das Verfahren für die Schöneberger Linse gilt berlinweit als Pilotprojekt zur Umsetzung von wohnungs- und sozialpolitischen Zielen mit dem Instrument des Konzeptverfahrens“, sagt Sibyll Klotz (Grüne), Bezirksstadträtin in Tempelhof-Schöneberg. Das Angebot richte sich vor allem an Baugruppen, genossenschaftlich organisierte Wohnformen und soziale Träger. „Uns ist die Mischung aus kleinen, großen, städtischen, frei finanzierten und bezahlbaren Wohnungen wichtig“, sagt Sibyll Klotz. Allein auf den vier Grundstücken, die jetzt zur Disposition stehen, könnten 350 neue Wohnungen gebaut werden.

Mit der Entwicklung des ehemaligen Gewerbegebietes soll das Quartier im Umfeld des Bahnhofs Südkreuz aufgewertet werden. Seit der Eröffnung des Fernbahnhofs im Jahr 2006 ist das Gelände wieder mehr in den Blickpunkt geraten, nicht zuletzt aufgrund seiner hervorragenden Verkehrsanbindung. Neben einem vielfältigen Angebot an preisgünstigem Wohnraum sollen auch Freizeit- und Beratungsangebote entstehen.