Tempelhof-Schöneberg

Sporthallen gesperrt - Eltern fordern vom Bauamt Auskunft

Wegen der Sperrung der Sporthalle an der Schwalbacher Straße und der Turnhalle der Stechlinsee-Grundschule müssen sich derzeit 1700 Schüler drei Hallen teilen.

Im Bauamt von Tempelhof-Schöneberg gingen am Montag die Anfragen im Minutentakt bei Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) ein. Alle drehten sich um ein einziges Thema: Die Sperrung von zwei Sporthallen. Die Eltern sind so aufgebracht, dass sie jetzt an die Öffentlichkeit gegangen sind. Sie wollen es nicht weiter hinnehmen, dass sich wegen der Sperrung der Sporthalle an der Schwalbacher Straße und der Turnhalle der Stechlinsee-Grundschule derzeit 1700 Schüler drei Hallen teilen müssen.

"Das heißt, dass nur noch eingeschränkter Sportunterricht möglich ist", sagt Kathrin Rautenberg, deren Kinder auf die Stechlinsee-Grundschule gehen. Die Eltern wollen die fehlende Bewegung nicht länger hinnehmen. Zumal auch das Angebot des Friedenauer TSC von der Situation betroffen ist. Sie fordern eine klare Auskunft über den Sanierungszeitplan.

Baustadtrat Daniel Krüger spricht von einer "kritischen Situation". Beide Hallen seien aufgrund von Wasserschäden teilweise gesperrt. Die Planungen für die 1,4 Millionen Euro teure Sanierung der Turnhalle an der Stechlinsee-Grundschule liefen bereits. Sie soll im zweiten Halbjahr 2015 abgeschlossen sein und Entlastung bringen. Die Sanierung der Halle an der Schwalbacher Straße wird 2,7 Millionen Euro kosten "Das ist kein Projekt, das innerhalb von Wochen umsetzbar ist", sagt Krüger. Die Arbeiten müssten europaweit ausgeschrieben werden, für die Bauzeit veranschlage er 1,5 Jahre. An einer Zwischenlösung für die Schüler werde gearbeitet, verspricht der Baustadtrat.

Unter dem Motto "einstürzende Schulbauten" will der Bezirkselternausschuss Steglitz-Zehlendorf auch in diesem Jahr wieder mit einem Adventskalender auf den Sanierungsrückstau an Schulen aufmerksam machen. Mehr als zwei Milliarden Euro müsste das Land aufbringen, um Schulgebäude instand zu setzen, heißt es. Schulen, die Probleme mit bröckelndem Putz, abgeschlagenen und maroden Fassaden oder undichten Dächern haben, können eine E-Mail an die Adresse vorstand@bea-sz.de schicken. Das Anliegen wird an die zuständige Senatsverwaltung weitergeleitet.

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