Denkmalschutz

Königskolonnaden für 1,6 Millionen Euro saniert

Mit einer feierlichen Zeremonie ist die neue Beleuchtung der Königskolonnaden an der Potsdamer Straße 186-188 in Betrieb genommen worden. "Was früher dunkel und schmuddelig war, ist jetzt dank eines guten Lichtkonzepts ansehnlich und freundlich", sagte Thomas Hartung, der als Richter beim Kammergericht gleich hinter den Königskolonnaden seinen Arbeitsplatz hat.

Vier neue nach historischem Vorbild rekonstruierte Kandelaber sorgen im Heinrich-von-Kleist-Park für Helligkeit. Die Kolonnaden-Gänge sind durch Strahler von oben beleuchtet, im Fußboden eingelassene Strahler sorgen dafür, dass auch die Fassaden sowie die Figuren auf dem Dach bei Dunkelheit gut erkennbar sind. Baustadtrat Bernd Krömer (CDU) bezifferte die Kosten der Restaurierung auf insgesamt 1,6 Millionen Euro. Bernd Neumann, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, habe davon 800 000 Euro zur Verfügung gestellt, das Land Berlin 200 000 Euro, der Bezirk 428 000 Euro, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 135 000 Euro, Firmen und private Spender 32 000 Euro. Der Rest kam durch den Broschüren- und Bilderverkauf der Unteren Denkmalschutzbehörde zustande.

Bedauerlicherweise seien allerdings schon wieder erste Vandalismusschäden des Denkmals zu verzeichnen, sagte Baustadtrat Krömer. Erfreulich hingegen: Die aus zwei Teilen bestehende Skulpturengruppe "Rossebändiger" ist ebenfalls bereits restauriert. Sie steht in einer Weddinger Werkstatt. Weil der Bezirk das Kunstwerk der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg für die Ausstellung "Macht und Freundschaft" im Martin-Gropius-Bau ausgeliehen hatte, stellte das Land Berlin nach der Schau Sondermittel in Höhe von 110 000 Euro für die Überholung des tonnenschweren Bronze-Ensembles zur Verfügung. Jetzt müssen nur noch die Sockel saniert werden.

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