Nach der Sanierung

Kolonnaden werden noch illuminiert

Die Königskolonnaden im Kleist-Park sind fertig saniert und werden in Kürze auch noch beleuchtet. Baustadtrat Bernd Krömer (CDU) will am Donnerstag, 6. November, um 18.30 Uhr eine Lichtinstallation in Betrieb nehmen.

"Sie wird die Schönheit des Baudenkmals in der dunklen Jahreszeit unterstreichen", sagte er gestern. Wie hoch die Kosten für die denkmalgerechte Wiederherstellung des spätbarocken Monuments waren - die Arbeiten begannen im August 2004 -, will Krömer erst bei dieser Gelegenheit verraten. Der Festakt mit der feierlichen Illumination sei ein Dankeschön an alle am Bau Beteiligten und auch an alle, die durch ihre Spenden zum Gelingen beigetragen hätten. Auch Fördergeld und Geld aus dem Bezirkshaushalt wurde für die Wiederherstellung des Denkmals aufgewendet.

Desolate Dächer und Regenableitungen, aber auch nicht fachgerechte vorherige Arbeiten hätten die umfassende Überholung der Kolonnaden an der Potsdamer Straße 186-188 nötig gemacht. Nicht nur die Naturstein-Fassade war nach Auskunft des Bauamtes betroffen gewesen. Auch die Putz- und Stuckteile sowie die freistehenden Bildwerke seien gefährdet gewesen.

Die Sanierung der Königskolonnaden ist die sechste Instandsetzung und Restaurierung des Bauwerkes seit der Errichtung 1777-1780. Ursprünglich standen die Königskolonnaden an der Königsbrücke in Mitte. Um 1910 - mit dem Bau des U-Bahnhofs Alexanderplatz, der Errichtung des Warenhauses Wertheim und der Verbreiterung der Königstraße - mussten sie weichen und waren in den neu angelegten Heinrich-von-Kleist-Park umgesetzt worden - ausgerichtet auf das geplante Kammergericht.

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