Ermittlungen

Kinder auf Schulweg von Fremden offenbar gefilmt und berührt

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Katrin Lange
In Zehlendorf sollen Kinder von Fremden angesprochen worden sein. Die Polizei ermittelt in einem Fall.

In Zehlendorf sollen Kinder von Fremden angesprochen worden sein. Die Polizei ermittelt in einem Fall.

Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

In Zehlendorf sollen Kinder von Fremden angesprochen, berührt oder gefilmt worden sein. Vier Vorfälle sind bekannt.

Berlin. In Zehlendorf sollen Kinder in der Nähe von Schulen und auf einem Spielplatz von fremden Personen angesprochen, berührt oder gefilmt worden sein. Es handle sich um vier Vorfälle, teilte die Polizei auf Anfrage mit. In einem Fall ermittle die Kriminalpolizei. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.

Von einem weiteren Fall in Steglitz vor drei bis vier Wochen berichtet Cerstin Richter-Kotowski (CDU), Bildungsstadträtin in Steglitz-Zehlendorf, auf Anfrage der Morgenpost. Auch dieser habe sich in der Nähe einer Schule zugetragen, betroffen gewesen sei aber kein Kind, das die Schule besucht. Sie habe die Polizei eingeschaltet, so die Bildungsstadträtin. Die habe sich in ihrer Ermittlungsarbeit auf die Schule beschränkt.

Nach Angaben der Berliner Polizei soll es zwischen 1. Oktober und 11. November im nördlichen Teil von Zehlendorf zu den Vorfällen gekommen sein. Die Sachverhalte werden von den Kommissariaten der örtlichen Polizeiabschnitte und in einem Fall von einem Fachkommissariat des Landeskriminalamtes ermittelt. „Die Ermittlungen dauern an und sollen zudem klären, ob es sich bei den jeweils beschriebenen Personen, um unterschiedliche Personen oder um dieselbe Person handelt“, heißt es aus der Polizei-Pressestelle.

Präventionsbeamte der Polizei sensibilisieren Schüler

Nach den Vorfällen waren die Präventionsbeamten der Polizeidirektion 4 in den Grundschulen, um Schüler, Lehrer und Eltern zu sensibilisieren, hieß es weiter. Hierzu wurden unter anderem Flugblätter zum Thema „Handlungshilfe – Verdächtiges Ansprechen von Kindern durch fremde Erwachsene“ zur Verfügung gestellt. Die Einsatzkräfte der jeweils örtlichen Polizeiabschnitte sind überdies sensibilisiert und sind auf Streife in diesen Gebieten besonderes aufmerksam.

Weder die örtliche Schulaufsicht noch die Bildungsstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) haben von diesen Vorfällen gewusst. „Wenn sich die Vorfälle nicht auf dem Schulgelände, sondern auf der öffentlichen Straße ereignen, muss ich nicht in Kenntnis gesetzt werden“, sagt Richter-Kotowski dazu. Es sei dramatisch, wenn so etwas passiere, sie sei genauso entsetzt wie alle anderen. „Man muss jetzt alle Augen offenhalten, besonders in der Nähe von Grundschulen“, so die Stadträtin. Wichtig sei auch, den Kindern zu erklären, dass sie nicht mit Fremden mitgehen.