Lichterfelde

Wasserbetriebe starten Arbeiten an der Osdorfer Straße

Nachdem neue Leitungen auf Brandenburger Seite verlegt wurden, geht es auf Berliner Seite weiter. Alte Allee soll Fahrradweg werden.

Die Wasserbetriebe haben mit den Leitungsarbeiten auf Berliner Seite der Osdorfer Straße begonnen. Die alte Allee wird zu einem Fahrradweg umgebaut.

Die Wasserbetriebe haben mit den Leitungsarbeiten auf Berliner Seite der Osdorfer Straße begonnen. Die alte Allee wird zu einem Fahrradweg umgebaut.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Von kommenden Montag an ist die Osdorfer Straße in Lichterfelde teilweise gesperrt, Autofahrer müssen mit Verzögerungen rechnen. Die Berliner Wasserbetriebe nehmen am 11. Januar eine Wechselampel in Betrieb, die den Verkehr auf Berliner Seite bis zur Brandenburger Landesgrenze regelt.

Bis zum Sommer werden auf einem 300 Meter langem Abschnitt zwei neue Abwasserdruckrohre in acht Bauabschnitten verlegt. Der Verkehr wird über eine einspurige Behelfsfahrbahn geführt. Autofahrer müssen mit Wartezeiten an der Ampel rechnen, um den Gegenverkehr durchzulassen. Bis zum Sommer sollen die Leitungsarbeiten beendet sein. Dann ist geplant, die Osdorfer Straße auf Brandenburger Seite zu einem Fahrradweg umzubauen. Eine neue Straße wird neben der Allee auf dem Acker gebaut.

Baustelle wurde schon im Dezember eingerichtet

Die Wasserbetriebe sind bereits seit einem halben Jahr an der Osdorfer Straße tätig, allerdings bislang auf Brandenburger Seite. Von der Landesgrenze bis zum Gutshof Heinersdorf wurden seit dem Sommer auf der westlichen Seite der Osdorfer Straße neue Abwasserleitungen auf dem Acker verlegt. Jetzt gehen die Arbeiten auf beiden Seiten der Landesgrenze weiter. "Vom Gutshof geht es quer über das Feld drei Kilometer bis nach Birkenhain", erklärt Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Von diesen Arbeiten würde niemand gestört werden.

Auf Berliner Seite gehe es allerdings vom Jenbacher Weg an der Landesgrenze nur in sehr kleinen Schritten weiter. Die Leitungen werden auf der östlichen Seite der Osdorfer Straße verlegt, die Baustelle wird aber immer wieder von der einen auf die andere Straßenseite springen. Die Baustelleneinrichtung erfolgte bereits im Dezember. Zu diesem Zeitpunkt gab es wegen Baumfällungen und dem Bau der Behelfsfahrbahn bereits Teilsperrungen der Osdorfer Straße, die Wechselampel war schon kurzzeitig in Betrieb. Die Wasserbetriebe wollen bis zum Ende des Jahres alle Arbeiten rund um die Osdorfer Straße abgeschlossen haben. Dazu gehören nach dem Verlegen der neuen Leitungen auch Ausgleichspflanzungen.

Unfallschwerpunkt soll entschärft werden

Nach Abschluss der Arbeiten plant die Gemeinde Großbeeren (Teltow-Fläming) in ihrem Bereich eine neue Osdorfer Straße, die alte wird dann zum Radweg. Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie dieser Unfallschwerpunkt entschärft werden kann, ohne dass die Bäume entlang der Straße gefällt werden müssen. Die Lösung: Direkt neben der Allee wird eine neue Fahrbahn auf dem Feld gebaut. Die alte Straße zwischen den Bäumen ist künftig nur noch ein Radweg.

Die Osdorfer Straße ist auf diesem etwa 1,5 Kilometer langen Streckenabschnitt nur fünf Meter breit. Weil sie so schmal ist, dass Autofahrer Schwierigkeiten haben, aneinander vorbeizukommen, ist sie bereits für Lastkraftwagen gesperrt. Zudem wurde die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde reduziert.

Für Radfahrer gibt es überhaupt keine Spur. Sie müssen sich die enge Fahrbahn mit den Autofahrern teilen. Die Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft (IPG) in Potsdam hat die Koordinierung und Planung für den Neubau der Osdorfer Straße im Auftrag der Gemeinde Großbeeren übernommen.

11.000 Fahrzeuge pro Tag auf der Osdorfer Straße

Die Osdorfer Straße ist auf Brandenburger Seite eine Gemeindestraße. Pro Stunde werden dort bis zu 1000 Fahrzeuge gezählt, fast 11.000 sind es täglich. Vier Millionen Euro sollen die neue Straße und der umgebaute Radweg kosten. Dafür hat die Gemeinde Großbeeren Fördermittel beantragt.

Die neue Straße, die parallel zu der alten auf dem Acker der Berliner Stadtgüter entsteht, wird insgesamt sieben Meter breit. In jede Richtung gibt es eine Fahrspur. Die alte Fahrbahn bleibt allerdings nicht in ihrer gesamten Breite von fünf Metern für die Radfahrer erhalten. Sie wird auf drei Meter zurückgebaut. Mit dem Bau soll nach Abschluss der Arbeiten der Berliner Wasserbetriebe begonnen werden.