AG Schlachtensee

Raststätten mit Toiletten am Schlachtensee geplant

Parteiübergreifend wird am Zukunftskonzept für Schlachtensee und Krumme Lanke gearbeitet. Geplant sind auch „Hotspots“ für Besucher.

Novemberstimmung am Schlachtensee: Kormorane sitzen auf einem Ast auf dem Wasser.

Novemberstimmung am Schlachtensee: Kormorane sitzen auf einem Ast auf dem Wasser.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Berlin. Jetzt geht es an die Praxis: Vor zwei Wochen hat die Arbeitsgemeinschaft Schlachtensee und Krumme Lanke ein umfangreiches Zukunftskonzept für die beiden Seen vorgelegt – mit vielen Ideen für die Lösung der Konflikte zwischen den Nutzern wie Badegästen, Joggern, Radfahrern und Hundehalten. Bei einem erneuten Treffen haben sich die Mitglieder der AG – darunter Bezirksverordnete aus verschiedenen Fraktionen – auf die ersten Schritte zur Umsetzung des Papiers und das weitere Vorgehen verständigt.

Themen wie die Verkehrsberuhigung rund um die Seen und die Schaffung von Hotspots zur besseren Versorgung der Besucher sollen als erstes auf der Agenda stehen. In der Arbeitsgemeinschaft waren die einzelnen Themenbereiche auf die verschiedenen Fraktionen aufgeteilt. So kümmerten sich zum Beispiel die Grünen um die Infrastruktur, die CDU um die Nutzungskonflikte und die FDP um die Informationen vor Ort, etwa die Ausschilderung und den Tourismus.

Die überparteiliche Zusammenarbeit habe gut funktioniert, so das Fazit bei dem ersten Treffen. „Im Mittelpunkt stand das Interesse an der Sache“, sagt Michael Gaedicke von den Grünen. So habe man auch beschlossen, dass jede Fraktion jetzt aus ihrem Bereich Anträge in der Bezirksverordnetenversammlung stellt, um die Ergebnisse umzusetzen.

Fahrradstraße auf der Straße Am Schlachtensee

Die Grünen wollen sich als erstes um die Verkehrsberuhigung kümmern. Ihre Vorschläge: Die Straße Am Schlachtensee in eine Fahrradstraße umzuwidmen und die Parksituation neu zu ordnen. Bereits in der Dezember-Sitzung der Bezirksverordneten soll der Antrag auf der Tagesordnung stehen. Damit erhält das Bezirksamt den Auftrag zu prüfen, wie die Situation verbessert werden kann.

„Der motorisierte Individualverkehr sollte an den Seen vermieden werden“, sagt Gaedicke. Natürlich seien die Anwohner ausgenommen, die Bürger sollten bei den Plänen auch mit einbezogen werden.

Parkzeitbegrenzung, Parkraumbewirtschaft und der Ausbau des Parkplatzes an der Fischerhütte könnten die Situation verbessern. Das Parken am Elvirasteig und in der Fischerhüttenstraße müsse entzerrt werden.

FDP kümmert sich um Plätze mit Toiletten und Müllbehältern

Ein weiterer Punkt sind die sogenannten Hotspots für die Versorgung der Besucher. Zu wenige Toiletten und zu wenige Mülleimer wurden immer wieder kritisiert. Gerade nach den Wochenenden lagen Abfallberge an den Seen herum. Das soll geändert werden.

An verschiedenen Straßen, wie dem Quermatenweg und der Onkel-Tom-Straße, könnten kleine Raststätten wie an Autobahnen geschaffen werden - mit Toiletten, Müllentsorgung und Fahrradabstellmöglichkeiten, sagt Gaedicke. Da das aber das Schwerpunktthema der FDP gewesen sei, würde sich Rolf Breidenbach mit seiner Fraktion darum kümmern und entsprechende Anträge stellen.

Im Frühjahr – so haben es die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft verabredet – soll Bilanz gezogen werden, inwieweit die Umsetzung des Zukunftskonzeptes vorangekommen ist.