Streit

Fahrradständer könnten Weihnachtsmarkt verhindern

Im kleinen Teltower Damm am S-Bahnhof Zehlendorf behindern die neuen Abstellplätze den Wochenmarkt. Jetzt sollen sie umgesetzt werden.

Im kleinen Teltower Damm wurden Fahrradständer installiert, um die Attraktivität des Ortes zu erhöhen Doch sie behindern die Markthändler.

Im kleinen Teltower Damm wurden Fahrradständer installiert, um die Attraktivität des Ortes zu erhöhen Doch sie behindern die Markthändler.

Foto: Katrin Lange

Der Zehlendorfer Wochenmarkt zwischen Postplatz und Teltower Damm am S-Bahnhof Zehlendorf ist ein beliebter Treffpunkt geworden. Doch seit der kleine Abzweig des Teltower Damms zur Martin-Buber-Straße zuerst zur Fußgängerzone und einige Monate später wieder in eine Tempo-20-Zone umgewandelt wurde, haben die Markthändler Probleme.

Mit der Fußgängerzone kamen auch Fahrradbügel – sie sollten die kleine Straße noch attraktiver machen. Jetzt stören die Fahrradabstellplätze die Markthändler. „Die neuen Fahrradständer am kleinen Teltower Damm verengen die Straße so stark, dass Rettungsfahrzeuge im Falle eines Einsatzes nicht durchfahren können“, sagt Adrian Grasse, Abgeordneter der CDU-Fraktion für Dahlem und Zehlendorf. Auch für den Lieferverkehr seien die Fahrradständer im Weg, weil sie Parkplatzfläche blockieren. Der Marktbetreiber hatte sich mit seiner Beschwerde an den Politiker gewandt.

Fahrradbügel blockieren Parkplätze und Lieferverkehr

„Hierzu gab es ein Gespräch mit dem Bezirksamt, das keine Lösung aufzeigen konnte“, sagt Grasse. Noch schlimmer: Für den Weihnachtsmarkt, den der Marktbetreiber an vier Tagen im Dezember ausrichtet, könne aufgrund der verkehrlichen Situation keine Genehmigung erteilt werden. Für den CDU-Politiker liegt die Lösung nahe: „Die Fahrradständer sollten einfach umgesetzt werden: Entweder auf den Postplatz oder oberhalb von ‘Block House’ beim Übergang zur S-Bahn“, erläutert Grasse.

Das sieht mittlerweile auch das Bezirksamt so. „Uns ist das Problem des Marktbetreibers bewusst“, sagt die zuständige Stadträtin Maren Schellenberg (Grüne). Es gehe aber um die Abwägung verschiedener Interessen. So sei es gewünscht gewesen, im Zusammenhang mit der Verkehrsberuhigung im kleinen Teltower Damm mehr Radabstellmöglichkeiten zu schaffen. Aus diesem Grund kläre sie jetzt gerade, ob die Radbügel ein Stück weiter Richtung Teltower Damm versetzt werden können. Dann könnten die Marktstände wieder im Zusammenhang aufgebaut werden.

Um die Anzahl der Händler nicht reduzieren zu müssen – insbesondere für den Adventsmarkt – werde zudem darüber nachgedacht, ob weitere Marktstände entlang der Martin-Buber-Straße aufgebaut werden können. Die Anzahl der Fahrradständer aber bleibt erhalten. „Die Bügel werden an diesem Ort sehr gut genutzt und zwar an sieben Tagen in der Woche“, sagt Schellenberg.