Wohnungsbau

Neubauten an der Fischerhüttenstraße werden kleiner

Nach einer Überarbeitung der Pläne sind die Häuser der Howoge jetzt ein Stockwerk tiefer. Dadurch fallen aber auch Wohnungen weg.

An der Fischerhüttenstraße in Zehlendorf entstehen Häuser der Allgemeinen Bauträgergesellschaft (ABG), die auf der Simulation zu sehen sind, und Häuser der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Howoge.

An der Fischerhüttenstraße in Zehlendorf entstehen Häuser der Allgemeinen Bauträgergesellschaft (ABG), die auf der Simulation zu sehen sind, und Häuser der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Howoge.

Foto: ABG/BM

Das neue Wohnquartier, das auf dem Gelände der alten Bezirksgärtnerei an der Fischerhüttenstraße in Zehlendorf entsteht, wird jetzt doch kleiner als vorher geplant. „Es wird kein Gebäude mit sechs Geschossen geben“, informierte Sabine Lappe, Leiterin des Stadtplanungsamtes, die Mitglieder des Bauauschusses.

Die Häuser, die die städtische Wohnungsbaugesellschaft Howoge baut, sollen gestaffelt zu dem bereits bestehenden Wohngebiet immer flacher werden. Das höchste auf der Seite zum Friedhof hat fünf Geschosse, die Häuser am Naturschutzgebiet sind drei und vier Stockwerke hoch.

Das sei das Ergebnis der gemeinsamen Beratung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der Wohnungsbauleitstelle und des Bezirks, so Sabine Lappe. Anwohner hatten die Höhe der Häuser, fehlende Parkplätze und den zusätzlichen Verkehr in dem ruhigen Viertel kritisiert.

Howoge plant an der Fischerhüttenstraße 130 Wohnungen

In dem Neubaugebiet wird es dadurch 14 Wohnungen weniger geben. Auf dem 3,8 Hektar großen Areal zwischen Fischerhüttenstraße und Sven-Hedin-Straße waren knapp 300 Wohnungen geplant. Das Gelände teilen sich zwei Eigentümer: die Allgemeine Bauträgergesellschaft (ABG) und die Howoge. Beide Bauherren haben ihre eigenen Pläne entwickelt.

Die Howoge hatte 144 Wohnungen auf einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück geplant. Jetzt werden nur noch 130 Wohnungen gebaut. Die Hälfte davon ist geförderter Wohnraum, die Einstiegsmieten pro Quadratmeter liegen bei 6,50 Euro kalt.

Neues Wohnviertel soll „Schuberts Gärten“

Der private Eigentümer, die AGB, will auf einem knapp 30.000 Quadratmeter großen Grundstück 16 Reihenhäuser und fünf Mehrfamilienhäuser mit 113 Wohnungen errichten. „Schuberts Gärten“ soll das neue Wohnviertel heißen, benannt nach Emil Schubert (1868 – 1925), der 1903 erster Gartenbaudirektor in Zehlendorf war und an der Gestaltung des Botanischen Gartens mitgearbeitet hat. Nach Auskunft der AGB soll der Baustart Ende 2020 oder Anfang 2021 sein.

Wärme und Strom aus Blockheizkraftwerk

Die Howoge ist derzeit noch mit der Überarbeitung der Pläne beschäftigt. „Wir gehen davon aus, dass dieser Bebauungsplan im Februar neu ausgelegt wird“, sagt Pressesprecherin Sabine Pentrop. In dem neuen Wohngebiet wird es auch eine Kita mit 50 Plätzen geben.

Das Viertel wird ohne Transportverluste über ein dezentrales Blockheizkraftwerk mit Wärme und Strom versorgt. Während der private Bauherr etwa 170 Stellplätze in einer Tiefgarage und 17 neue Stellplätze auf der Straße anbietet, hat die Howoge nur sieben Außenstellplätze geplant.

Reduzierung der Stockwerke wird begrüßt

Im Ausschuss wurden die neuen Pläne der Howoge begrüßt. „Wir freuen uns über die Reduzierung des Bauprojekts“, sagte der Vorsitzende Thorsten Hippe (CDU). Kritisch sehe er nach wie vor die dichte Bebauung des Grundstücks. Aber das sei von der Senatsverwaltung so gefordert worden und der Bezirk müsste da mitgehen. Ähnlich äußerten sich auch die anderen Fraktion. „Zehlendorf braucht preiswerten Wohnraum“, betonte die SPD-Fraktion.