Campus Benjamin Franklin

Pflegestationen der Charité ziehen in einen Modulbau

Während der Modernisierung des Hauptgebäudes werden 170 Patientenbetten in einem Ausweichquartier untergebracht.

Noch ist der neue Modulbau auf dem Charité-Campus Benjamin Franklin eingehaust. Im Sommer ziehen die ersten Pflegestationen ein.

Noch ist der neue Modulbau auf dem Charité-Campus Benjamin Franklin eingehaust. Im Sommer ziehen die ersten Pflegestationen ein.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Noch ist der Neubau eingehaust, Baufahrzeuge stehen bereit. Am Campus Benjamin Franklin ist mit einem neuen viergeschossigen Gebäude der „Charité Campus-Klinik Süd“ entstanden. Es ist ein Systembau, der aus 71 Modulen besteht. Auf einer Fläche von rund 2700 Quadratmetern ist Platz für mehr als 170 Patientenbetten. Die werden dringend als Ausweichquartier währen der Modernisierung des Haupthauses gebraucht. Dort sollen in einem Zeitraum von fünf Jahren zehn Stationen saniert werden.

Im Sommer ziehen die ersten Abteilungen um

Nachdem der Hochbau des Ersatzgebäudes jetzt fertig ist, geht es mit dem Innenausbau weiter. Gerade ist eine Elektrotechnikfirma vor Ort, um die Leitungen zu installieren. Bereits im Sommer 2020 können die ersten Pflegestationen aus dem Haupthaus in das Modulgebäude ziehen. Die Charité Campus-Klinik Süd ist über ein Brückenbauwerk mit dem Hauptgebäude verbunden. Für die Errichtung modernen Systembaus nutzt die Charité Mittel aus dem Landeshaushalt in Höhe von rund 16 Millionen Euro. Ein ähnlicher Modulbau sei auch schon bei der Sanierung des Bettenhauses in Mitte zum Einsatz gekommen, heißt es aus der Charité-Pressestelle. Die Gebäude seien bereits mit einem Bad und Einbauten ausgestattet, so dass die Stationen nicht mit dem alten Mobiliar umziehen müssten.

OP-Säle sind bereits modernisiert

Bereits abgeschlossen ist die umfangreiche Sanierung der OP-Säle am Campus Benjamin Franklin. Dazu gehört auch ein hochmoderner Hybrid-OP, der mit medizinischer Bildgebung die Präzision gefäßchirurgischer Eingriffe sowie kardiologischer Eingriffe weiter verbessert. Zusätzlich zu den Operationssälen sind ein neuer Aufwachraum mit 14 Betten sowie eine Überwachungseinheit mit zwölf Betten entstanden. Die Sanierung, in die Kosten von 22,2 Millionen Euro investiert wurden, erfolgte zum größten Teil bei laufenden Betrieb.

Räume in Polikliniken umgebaut

Außerdem wurden bis Herbst 2019 die Ambulanzbereiche in der Poliklinik für Augenheilkunde, in der Poliklinik für Urologie sowie in der Schmerz-Tagesklinik modernisiert. Für 12,5 Millionen Euro wurden die räumlichen Gegebenheiten in den vergangenen drei Jahren den heutigen Bedürfnissen angepasst.