Turm

Der Kreisel in Steglitz soll beleuchtet bleiben

Nach dem Abbau des Adventskalenders wird geprüft, ob das Stahlskelett weiterhin abends angestrahlt werden kann.

Am Steglitzer Kreisel war ein Adventskalender angebracht.

Am Steglitzer Kreisel war ein Adventskalender angebracht.

Foto: @Showfotografen / Foto: CG Gruppe AG

Noch in der ersten Januarwoche 2020 war er weithin zu sehen: Der Adventskalender am Steglitzer Kreisel an der Schloßstraße, der sich über die gesamte Höhe von 120 Metern verteilte. Jetzt soll er abgeschaltet und abgebaut werden, teilte Alexander Kästner, ein Sprecher der CG-Gruppe, auf Anfrage der Berliner Morgenpost mit. Im Dunkeln wird der Turm aber nicht bleiben.

Es werde geprüft, ob er auch weiterhin angestrahlt werden könne, so Kästner. Der Steglitzer Kreisel war zuvor zum ersten Mal beim Festival „Berlin leuchtet“ mit dabei und blieb auch über das Event hinaus beleuchtet.

Steglitzer Kreisel: Statik wurde verstärkt

„Allerdings wird man sehen müssen, wie sich die Beleuchtung mit der Einrüstung des Turms vereinbaren lässt“, sagt Kästner. Das sei jetzt noch nicht ganz klar. Der Ausbau des Stahlskeletts in ein Wohnhaus mit 330 Eigentumswohnungen kann in diesem Jahr beginnen. Die statische Ertüchtigung ist abgeschlossen, das Gebäude wurde mit zahlreichen Stahlträgern und zusätzlichen Stahlplatten verstärkt. Das Tragwerk kann nun die neuen Lasten des Gebäudes aufnehmen, wie zum Beispiel Balkone und Fassade.

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Einrüstung des Turms beginnt

Aktuell wird nach Auskunft der CG-Gruppe an der Herstellung eines Fassadengerüstes gearbeitet. Das Hochhaus soll komplett eingerüstet werden. Im Bereich des Südflügels sind die Arbeiten bis zur Hälfte des Turms abgeschlossen. Das Gerüst wird voraussichtlich bis Ende Januar fertiggestellt.

Anschließend können die Balkone und Erker sowie der Aluminium-Glas-Fassade angebaut werden. Die neue Fassade wird von oben nach unten montiert. In den Untergeschossen muss noch die bestehende Technik ausgebaut werden.

„ÜBerlin“: Einzug der ersten Mieter 2022

Etwa 18 Monate veranschlagt der Bauherr bis zur Fertigstellung der Fassade. Parallel dazu erfolgt der Innenausbau mit Kühldecken, Fußbodenheizung, Innenwänden sowie Wand- und Bodenbelägen. Bereits Ende 2021 soll der Wohnturm mit dem neuen Namen ÜBerlin fertig sein. Mit dem Einzug der ersten Bewohner wird Anfang 2022 gerechnet.

Ein Drittel der Wohnungen ist verkauft

Die CG-Gruppe investiert mehr als 180 Millionen Euro in den Umbau des einstigen Bürohauses, in dem die Steglitzer Verwaltung viele Jahre ihren Sitz hatte. Die Wohnungen kosten im Durchschnitt 8500 Euro pro Quadratmeter, ein Drittel ist nach Auskunft des Bauherren verkauft. Je höher das Apartment desto teurer ist es. Während der Preis in den unteren Etagen bei 5000 Euro beginnt, liegt er in der 27. Etage bei bis zu 14.000 Euro pro Quadratmeter.